Viel befahren: Auf der Königsteiner Straße wurden bei einer Verkehrszählung knapp 36 5 Autos registriert - am Tag.
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Viel befahren: Auf der Königsteiner Straße wurden bei einer Verkehrszählung knapp 36 5 Autos registriert - am Tag.

Straßenbau in Frankfurt

Ab nächster Woche ist die Kö in Höchst dicht

  • Holger Vonhof
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Autofahrer sollten die Hauptverkehrsachse besser weiträumig umfahren - Sechs Wochen lang wird gebaut

Am Montag geht es los: Wie in den vergangenen sechs Jahren wird die Königsteiner Straße wieder zur Baustelle; der nächste - und nun vorletzte - Bauabschnitt ist an der Reihe. Das Straßenbauamt hat sich nun den Kreuzungsabschnitt auf Höhe Gebeschusstraße / Hospitalstraße vorgenommen sowie die Strecke von der Liebknechtstraße bis zur Gerlachstraße.

In den Ferien ist weniger los

Gebaut wird wieder über die Sommerferien, weil dann auf dieser großen Magistrale des Frankfurter Westens urlaubsbedingt etwas weniger Autos unterwegs sind. Der Verkehrsdruck ist nämlich groß: Im Juni 2016 wurden bei einer Verkehrszählung 36 470 Autos auf der Königsteiner Straße registriert - am Tag.

Die Straße bekommt eine neue Asphaltdecke, und die Fuß- und Radwege umgestaltet; so soll verhindert werden, dass Radwege und Bürgersteige zugeparkt werden. Außerdem werden die Bushaltestelle Gerlachstraße und die Kreuzung Gebeschus- / Hospitalstraße barrierefrei umgebaut. Für die Kreuzung gibt es zudem eine neue Ampel.

Mit im Boot ist auch die Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM): Sie tauscht alte Leitungen aus und legt neue in den Boden. Die Süwag nutzt die Gunst der Stunde, um an Stromleitungen im Bereich der Straßenquerungen zu werkeln. Die Arbeiten werden wie in den vergangenen Sommern über die Sommerferien hinaus bis in den September andauern und sind mit rund 550 000 Euro veranschlagt.

Die Bauarbeiten gliedern sich in mehrere Abschnitte. Klar ist: Die Königsteiner Straße wird - außer der Kreuzung Gebeschus-/Hospitalstraße - für den Autoverkehr komplett gesperrt. Rund um das Baufeld fallen Parkplätze weg, und es werden weitere Verbote ausgeschildert. Fußgänger müssen an der Baustelle - je nach Bauphase - auf die andere Straßenseite wechseln; Radfahrer sollen auf die Gotenstraße ausweichen.

Kurz vor dem Ende der Sommerferien - so der Zeitplan - muss dann auch die Kreuzung Gebeschus- / Hospitalstraße für den Einbau der neuen Asphaltdecke gesperrt werden. Im kommenden Jahr folgt dann der finale Abschnitt der Königsteiner Straße bis zum Dalbergkreisel.

In Sossenheim geht's gut voran

Auch auf der Hoechster Farbenstraße plant die Stadt die Verbreiterung von Geh- und Radweg. Baubeginn ist am 23. Juli; veranschlagt sind hier 10 000 Euro. In Sindlingen wird außerdem die kleine Hakengasse saniert. Die Arbeiten sollen am 9. August beginnen und 15 000 Euro kosten.

Kreisverkehr kommt teuer

Das weitaus teuerste Straßenbauprojekt im Frankfurter Westen ist mit veranschlagten 2,2 Millionen Euro der Umbau der Kreuzung Kurmainzer Straße / Sossenheimer Weg / Dunantring zu einem Kreisverkehr. Begonnen wurde bereits im Frühjahr 2020, das Ende der Bauarbeiten ist für das kommende Frühjahr avisiert. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer früheren Fertigstellung", heißt es dazu aus dem Straßenbauamt.

Insgesamt verbaut die Stadt in diesem Jahr 29 Millionen Euro in knapp 100 Straßenbaustellen. Das Frankfurter Straßennetz ist 1457 Kilometer lang und hat eine Fläche von knapp 22 Millionen Quadratmetern. Der - zumindest bilanzielle - Wert der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze in Frankfurt liegt bei rund 549 Millionen Euro. Dazu kommen Brücken und Tunnel in städtischem Besitz mit einem zusätzlichen Bilanz-Vermögenswert von knapp 234 Millionen Euro.

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