ABG-Holding beschließt Mietpreisbremse

Der ABG-Aufsichtsrat hat gestern eine Mitepreisbremse beschlossen. Er reduzierte die Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen auf fünf Prozent in fünf Jahren.

Der ABG-Aufsichtsrat hat gestern eine Mitepreisbremse beschlossen. Er reduzierte die Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen auf fünf Prozent in fünf Jahren. Gleichzeitig wurde die Quote bei gefördertem Wohnraum bei Neubauten auf 40 Prozent erhöht. „Es wird für Wohnungssuchende mit niedrigen oder auch mittleren Einkommen immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Mit der jetzt beschlossenen Reduktion der Kappungsgrenze gehen wir den richtigen Weg“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Im Schnitt ein Prozent pro Jahr für die nächsten fünf Jahre ist ein Wort. Ich bin sehr angetan von der Geschäftsführung der ABG, die den Aufsichtsrat bei diesen Entscheidungen tatkräftig unterstützt hat.“

Die ABG Frankfurt Holding betont, für „bezahlbares Wohnen und Wohnen für alle“ zu stehen. Dies ergebe sich zum einen aus der durchschnittlichen Nettokaltmiete, die weit unterhalb der Durchschnittsmieten in Frankfurt für preisfreien Wohnungsbau liege. Zum anderen ergebe es sich auch dadurch, dass die ABG in allen Lagen und in allen Preislagen Wohnraum für alle Bürger der Stadt schaffe.

Feldmann erwartet nun von anderen öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften, dass sie diesem Schritt folgen: „Da denke ich ganz besonders an die Nassauische Heimstätte. Hier würde ich mir noch mehr Unterstützung vom Land Hessen wünschen.“ Das Stadtoberhaupt machte deutlich, dass er die ABG nicht wirtschaftlich schwächen werde. Der nächste Schritt müsse sein, dass die ABG ihre finanziellen Überschüsse aus der Wohnungsvermietung nicht mehr an die Stadt ausschütte, sondern zum Wohnungsneubau und für Sanierungsmaßnahmen verwende.

ABG-Geschäftsführer Frank Junker hält die Reduktion der Kappungsgrenze auf fünf Prozent in fünf Jahren für vertretbar, ebenso wie die Erhöhung der Quote von gefördertem Wohnungsbau auf 40 Prozent an den Gesamtinvest des ABG-Konzerns: „Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen mit sozialem Auftrag.“ Der Jahresüberschuss der ABG Holding betrug im Jahr 2015 78,9 Millionen Euro. Für Instandhaltungsmaßnahmen gab sie 111,7 Millionen Euro aus, für Investitionen 157 Millionen Euro. Im Jahr 2015 konnten 531 Wohnungen fertiggestellt werden.

(hk)

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