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Der neue Schutzstreifen für Radfahrer in der Mainzer Landstraße müsste wieder verschwinden, wenn sich die CDU durchsetzt.

Kommunalwahlprogrammn der CDU

ADFC kritisiert: CDU will Radfahrer blockieren

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Am Mittwoch hat die CDU die Endfassung ihres Kommunalwahlprogramms veröffentlicht – und sich sofort deutliche Kritik eingehandelt. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) ist enttäuscht vom den Forderungen zum Radverkehr.

Am Mittwoch hat die CDU die Endfassung ihres Kommunalwahlprogramms veröffentlicht – und sich sofort deutliche Kritik eingehandelt. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) ist enttäuscht vom den Forderungen zum Radverkehr. „Die CDU macht sich mehr Gedanken darüber, wie sie den Radverkehr blockieren kann, als darüber, wie sie ihn fördern kann“, sagte der verkehrspolitische Sprecher des ADFC, Bertram Giebeler, im Gespräch mit der FNP.

Er bezieht sich auf mehrere Formulierungen im Programm. So will die CDU bei „wichtigen Durchgangsstraßen, die keinen eigenen Radweg ohne Beeinträchtigung der notwendigen Kapazität für den Autoverkehr erlauben“ die Radfahrer auf Parallelrouten leiten. Konkret genannt werden die Berliner Straße und die Mainzer Landstraße. Bestimmte Stellen mit hohem Fußgängeraufkommen will die CDU für den Radverkehr sperren. Genannt werden die Zeil während der Geschäftszeiten und das südliche Mainufer am Nachmittag. In Grünanlagen sollen Fußwege für Radfahrer gesperrt werden. Das Radfahren gegen die Einbahnstraße soll an „gefährlichen Stellen“ verboten werden.

Die CDU spricht sich aber auch für den Ausbau des Radwegenetzes aus. In einem früheren Entwurf wurde auch gefordert, die Aufhebung der Radwege-Benutzungspflicht in bestimmten Straßen rückgängig zu machen, was aber der Rechtslage widerspricht. „Von einer Großstadtpartei hätten wir uns ein radfahrerfreundlicheres Programm gewünscht“, sagte Giebeler.

(mu)

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