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Rodrigo Gonzalez, Bassist der Band ?Die Ärzte?, stellte sich gestern im Restaurant Margarete einem apokalyptischen Kreuzverhör.

„Ärzte“-Bassist zwischen Himmel und Hölle

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Wenn Leo ruft, dann komme ich, ist doch klar“, sagt Rodrigo González . Er ist einer der wenigen Superstars der deutschen Musikszene, spielt bei der Punk-Band „Die

Wenn Leo ruft, dann komme ich, ist doch klar“, sagt Rodrigo González . Er ist einer der wenigen Superstars der deutschen Musikszene, spielt bei der Punk-Band „Die Ärzte“ Bass und setzte sich gestern Abend im Restaurant Margarete an der Braubachstraße bei der neuesten Folge der Talk-Show „Anwälte der Hölle“ auf die „Anklagebank“.

Erarbeitet haben dieses Show-Konzept Leo Fischer, ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“, und Ana Marija Milkovic , Kolumnistin und Architektin. Sie umschreiben es so: „Wir stellen uns vor, unser Gast wäre tot und müsste nun ein Resümee über sein Leben ziehen. Wir helfen ihm beim Bilanzieren.“

Am Ende ist es aber das Publikum, das mit roten und weißen Karten entscheidet, ob der Angeklagte in den Himmel kommt oder in die Hölle. . . Und das besteht an diesem Abend nicht aus kreischenden Mädchen, wie bei Ärzte-Konzerten sonst üblich, sondern aus mehr als 70 Frauen und Männern, die sich auf eine kurzweilige Veranstaltung freuten – und zum Großteil „Rod“-Fans sind.

Und darum ging es gestern: Die eine, Ana, die Anklägerin, will, dass Rod in der Hölle schmort. Schließlich sei er daran Schuld, „dass die Welt immer noch von den Schlagerblödeln tyrannisiert wird“. Sie meint damit die „Ärzte“-Bandkollegen Farin Urlaub und Bela B . Der andere, Leo, möchte, dass Rod im Paradies nicht den Bass, sondern die Harfe spielt, was Rod sicher auch sehr gut könnte.

„Scherz beiseite“, sagt der 47-Jährige, „Leo und ich gehören zur selben Partei, also zu ,Die Partei’, ich in Berlin, er hier in Frankfurt, da ist es doch logisch, dass ich bei dieser Veranstaltung vorbeischaue.“ Also entpuppt sich der Punk als braver Parteisoldat. Außerdem findet González „das Konzept so abgefahren, dass es schon wieder gut ist“. Zeit, sich mit solchen Shows zu befassen, hat der Multi-Instrumentalist zudem im Moment auch, denn sein Hauptbrötchengeber, „Die Ärzte“, machen Pause. „Wann es weitergeht, kann ich noch nicht sagen“, lächelt Gonzalez.

(es)

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