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Alice Merton kommt zurück zu ihren Wurzeln - nach Frankfurt

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Von: Enrico Sauda

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Alice Merton, Popstar mit Frankfurter Wurzeln, spielt mit dem Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks beim "Music Discovery"-Projekt, das den Titel "Heimspiel" trägt.
Alice Merton, Popstar mit Frankfurter Wurzeln, spielt mit dem Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks beim "Music Discovery"-Projekt, das den Titel "Heimspiel" trägt. © Enrico Sauda

Es wird nicht nur ein ganz besonderes Konzert für Sängerin Alice Merton in Frankfurt. Denn sie hat einen ganz besonderen Bezug zur Stadt.

Frankfurt -Für Alice Merton geht ein Traum in Erfüllung. Morgen und übermorgen steht sie auf der Bühne der Jahrhunderthalle - und spielt mit dem HR-Sinfonie-Orchester unter Leitung von John Axelrod und begleitet von ihrer Band ihre Songs beim "Music Discovery Project". Das Konzert trägt den Titel "Heimspiel".

In ihrer Geburtsstadt erfüllt sie sich einen Traum

Es ist das erste Mal, dass ich mit einem Orchester auftrete", sagt die 29-jährige Singer-Songwriterin, die mit Liedern wie "No Roots" und "Why So Serious" die internationalen Charts eroberte. "Und dann erfüllt sich dieser Traum auch noch in meiner Geburtsstadt." Sie ist die Ur-Ur-Großnichte des Frankfurter Unternehmers Wilhelm Merton.

"Wir stehen nicht ohne Grund hier", sagt Alice Merton, deren Familie angereist ist, um das Konzert zu verfolgen. "Das ist ein Traum, den ich schon als Kind hatte: Zusammen mit einem Orchester zu spielen", betont sie nach der Probe im Sendesaal. "Es macht total viel Spaß, wenn du hörst, wie ein Orchester das Thema, das du entwickelt hast, neu interpretiert und es so eine viel größere Bedeutung bekommt, als es sie zuvor hatte."

"Wenn ich das höre, bekomme ich Gänsehaut"

Das gut zweistündige Konzert wird mit "Der Barbier von Sevilla" von Gioachino Rossini eröffnet. "Ich wollte unbedingt eine Mischung meiner Themen mit einer Opern-Ouvertüre - und das ist uns gelungen. Auch weil Peter Hinderthür, der Arrangeur, einen tollen Job gemacht hat", freut sich Merton. "Wenn ich zuhöre, bekomme ich Gänsehaut. Es fühlt sich an, als würde den Songs ein anderes Leben eingehaucht."

Aufgewachsen ist die Musikerin mit klassischer Musik. "Ich habe mich mit elf Jahren in Opern verliebt und wollte Opernsängerin werden." Doch bei vier Aufnahmeprüfungen hat es nicht geklappt. So beschloss sie, Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Nebenher machte sie Musik, trat in Cafés auf, schrieb Songs, bis sie schließlich entschied: "Ich wollte es nochmal versuchen, aber nicht mit Arien, sondern mit meinen eigenen Songs."

Superhit "No Roots" war der Türöffner

Mit fünf Jahren spielte Alice Klavier, mit neun fing sie an zu singen. Ziemlich verändert hat sich ihr Leben, als "No Roots" - deutsch: Keine Wurzeln - erschien. "Das Lied war ein Türöffner." Plötzlich kannten Menschen ihre Songs - und sie. "Diese Anerkennung fand ich sehr schön."

"Heimspiel" lautet der Titel des Konzerts, und der sei gut gewählt, findet Merton. Denn: "Für mich ist es eine Art Zurückkommen in eine Stadt, in der ich leider nicht sehr lange war, die mir aber sehr viel bedeutet." Alice ist sehr oft in Frankfurt, besucht Verwandte und damit ihre "Roots": "Wir haben sehr viele Wurzeln hier, deshalb fühle ich mich mit der Stadt so verbunden." Tickets sind im www.hr-ticketcenter.de noch zu haben. Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. (Enrico Sauda)

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