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Alle acht Monate ein neuer Mord

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Von: Gernot Gottwals

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Bringt seine Krimis im Eigenverlag auf den Markt: Dieter Kaufmann.
Bringt seine Krimis im Eigenverlag auf den Markt: Dieter Kaufmann. © Rainer Rüffer

Krimiautor Dieter Kaufmann veröffentlicht seinen achten Roman.

Frankfurt -Frankfurt ist für Dieter Kaufmann ein großes Dorf, wenn auch mit Skyline. Doch was geschieht wirklich hinter den Fassaden? Als die Kommissare Yunus Abbas und Sabine Riedel im Foyer des Global Towers auf die Uhren mit den Zeitzonen von New York und Tokio blicken, fühlen sie sich am weltweiten Puls der Zeit - doch im Ambiente der globalen Spieler gerät auch das Ermittlerteam in Gefahr....

Gut durchgetaktet ist auch Krimiautor Kaufmann, Lehrer im Ruhestand, der mit seinem nunmehr achten Krimi „Doppelmord“ eine Brücke zwischen der Neuen Altstadt und dem Bankenviertel schlägt. „Ich veranschlage etwa acht Monate für ein neues Buch und möchte meinen jetzigen Roman gerne im Dezember fertig haben“, erklärt er. Eben dann, wenn es die Menschen zum Weihnachtsbaum auf den Römerberg zieht, soll sich wenige Meter weiter in der Braubachstraße ein dunkler Abgrund auftun.

Dort beginnt der Einsatz für Abbas und Riedel, inzwischen verheiratet, mit einem ermordeten Ehepaar. Auf dem Parkett der Wohnung findet sich, mit Blut geschrieben, ein mysteriöser Hinweis: „Abbas“. Was hat der Kommissar mit dem abscheulichen Verbrechen zu tun? Eine Spur führt zur Schwester der ermordeten Ehefrau, die in einem Unternehmen im Global Tower arbeitet. Nun gilt es, keine Zeit zu verlieren. Denn Zeit ist bekanntlich Geld.

Eine Devise, die in gewissem Sinn auch für den Autor gilt: „Denn auch im Ruhestand stehe ich morgens sehr früh auf und strukturiere den Tag für meine Arbeit“, sagt Kaufmann. Nur steht auf dem Stundenplan jetzt nicht mehr Latein oder Biologie, sondern Recherche, Schreib- und Fotoarbeiten, um die acht Krimis authentisch ins rechte Licht zu setzen und wirksam zu bewerben: Denn Kaufmann ist als Self-Publisher auch für die Vermarktung über den Online-Versand seiner Bücher als Books on Demand zuständig. „Denn wer erst spät Romane schreibt, tut sich schwer, bei den Verlagen einen Fuß in die Tür zu bekommen“, so seine Erfahrung.

Seinen ersten Krimi über einen Mord am österreichischen Wörthersee schrieb Kaufmann in seiner Schulzeit. Es blieb beim mehrseitigen Manuskript auf Schreibmaschine, denn fortan kümmerte sich der gebürtige Bad Hersfelder um sein Studium in Marburg und seine Karriere als Latein- und Biologielehrer, die ihn 1987 von Bensheim nach Frankfurt an die Ziehen- und 1999 an die Bettinaschule führte.

Doch besteht bekanntlich auch der Lehrkörper nur aus Menschen in all ihren Facetten: Seine jahrelangen Erfahrungen mit Mobbing verarbeitete Kaufmann zu Beginn seines vorzeitigen Ruhestandes im ersten 2018 erschienenen Krimi „Mord Macht Schule“: Hier geht es um den Mord an der Frauenbeauftragten des Staatlichen Schulamtes.

Neben dem Ermittlerteam, angeführt von Hauptkommissar Abbas mit türkischem Migrationshintergrund, taucht auch ein reservierter, mit einem gehörlosen Mann verheirateter Lateinlehrer Detlef Sommer auf - ein Alter Ego des Autors, das sich in den Folgeromanen ebenso entwickelt wie das Privat- und Liebesleben des Kriminalteams.

Als nächste Krimis erschienen „Mord am Pixelstrich“, „Mord im Ostend“ und „Mord mit Maske“ in den Jahren 2019 und 2020: Hier geht es um die Fotografie - Kaufmanns leidenschaftliches Hobby -, sowie Morde im Ostend an einer Prostituierten und einem Firmeninhaber, der in der beginnenden Corona-Pandemie mit seiner polnischen Pflegerin ums Leben kommt.

Im fünften, im April 2021 erschienenen Krimi „Goldmord“ fühlt Kaufmann den Zahnärzten auf den Zahn. Im sechsten Krimi „Mord im Barbershop“ geht es um Immobilienspekulation, wobei hier der Torretto Barber Shop in der Alten Gasse Pate steht. Der siebte Mordfall in „Mord im 13.“ handelt von einer idealen Partei, der „Parteiehrlichen Demokratie“, die zahlreichen Feedbacks zufolge sogar viele Leser wählen würden. Die Unglückszahl 13 bezieht sich auf den Balkon im 13. Stockwerk, von dem ein Oberstudienrat scheinbar gestürzt ist.

Hoch hinaus geht es auch im neuen Krimi: Hier spitzen sich die Ereignisse zu einer dramatischen Situation im 20. Stockwerk des Global Tower zu. Wie es so weit kommt, wird der Autor, der noch ein paar Dutzend Seiten zu schreiben hat, noch im Detail entwickeln. „Die grobe Handlung und die Entwicklung der wichtigen Charaktere habe ich bereits im Kopf, wenn ich mit einem neuen Roman beginne“, erläutert Kaufmann. Aber in einzelnen Szenen und Begegnungen bleibt er bis zum Schluss flexibel.

Apropos Begegnung: Kaufmann ist überzeugt, dass man sich im Leben zweimal trifft, vor allem in Frankfurt: „Denn die Stadt ist und bleibt sehr überschaubar, hier kommt man immer wieder zusammen.“ got

Dieter Kaufmanns Romane

sind als Book on Demands über www.amazon.de erhältlich.

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