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Allein wohnen in Frankfurt: So viel vom Gehalt frisst künftig die Warmmiete

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Von: Alexander Gottschalk

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Die Energiekrise belastet auch Single-Haushalte in Frankfurt. Sie geben einen wachsenden Anteil ihres Einkommens für Wohnkosten aus, berichtet ein Immobilienportal.

Frankfurt - Wer in Frankfurt allein in einer kleinen Wohnung lebt, muss durch die Energiekrise zukünftig im Schnitt 44 Prozent seines Einkommens für die Warmmiete einplanen. Das prognostiziert das Immobilienportal Immowelt, das anhand eigener Daten ausgewertet hat, wie sich die steigenden Nebenkosten auf Alleinstehende in 80 deutschen Großstädten auswirken.

Für 50 Quadratmeter in Frankfurt wurden demnach bislang 1.100 Euro Warmmiete im Monat fällig, was einem Anteil von 39 Prozent des hiesigen durchschnittlichen Single-Monatsgehalts (Steuerklasse 1) entsprach. Für die Analyse ging Immowelt von einer Verdopplung der Nebenkosten im Jahr 2022 aus, wie sie etwa das Unternehmen Mineko vorhersagt, das Nebenkostenabrechnungen prüft.

Eine junge Frau sitzt krank an ihrem Rechner und macht einen Videcall.
Einkuscheln und entspannen? Angesichts steigender Wohnkosten kann das 2022 wahrlich nicht jeder Frankfurter. (Symbolbild) © Xavier Lorenzo/Imago

Hohe Wohnbelastung für Singles: Frankfurt ist nicht allein

Bei einer bisherigen Nebenkostenpauschale von mittleren 2,79 Euro pro Quadratmeter heißt das laut Immowelt im Ergebnis: Für die gleiche 50-Quadratmeter-Wohnung zahlen alleinstehende Frankfurter künftig 1239 Euro und damit rund 44 Prozent ihres Gehalts. Noch höher ist die zu erwartende Wohnbelastung für Singles nur in München (52 Prozent) und in Berlin (45 Prozent).

StadtWarmmieteAnteil GehaltPrognose: WarmmietePrognose: Anteil Gehalt
München1335 Euro47 Prozent1474 Euro52 Prozent
Berlin905 Euro39 Prozent1044 Euro45 Prozent
Frankfurt1100 Euro39 Prozent1239 Euro44 Prozent
Offenbach840 Euro36 Prozent979 Euro42 Prozent
Salzgitter420 Euro16 Prozent559 Euro21 Prozent
Bremerhaven445 Euro20 Prozent584 Euro26 Prozent
Quelle: Immowelt

„Dem Szenario zufolge liegt die Wohnkostenquote in 53 von 80 Großstädten oberhalb der 30-Prozent-Marke, also der gemeinhin empfohlenen Obergrenze für Wohnkosten“, teilte Immowelt dazu mit. „Je nachdem, wie sich die Energiepreise weiterentwickeln und wie kalt der kommende Winter wird, könnten auch noch weitere Städte hinzukommen.“

Wohnen in Frankfurt: Es geht immer noch teurer

Datenbasis für die betrachteten Mietpreise waren Inserate auf immowelt.de aus dem ersten Halbjahr 2022. Berücksichtigt haben die Analysten nur Wohnungen mit rund 50 Quadratmetern Fläche, die per Fernwärme, Gas (nur Etagenheizung) oder Öl beheizt wurden. Die Daten zu den Gehältern stammen von der Bundesagentur für Arbeit.

Dass Wohnen in Frankfurt teuer sein kann, ist freilich keine Neuigkeit. Ein Extrembeispiel stellt mit Sicherheit der Grand Tower dar, wo eine luxuriöse Mietwohnung knapp 3000 Euro Miete kostet. Extrem ist auch der Kapitalaufwand für alle jene, die in der Mainmetropole eine Immobilie kaufen wollen. Der teuerste Frankfurter Stadtteil ist in dieser Hinsicht derzeit das Westend. (red/ag)

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