Stadtgeflüster

Alles angerichtet für den Filmpreis

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Bei der Gala zum Hessischen Film- und Kinopreis, die in wenigen Wochen in der Alten Oper über die Bühne geht, erhält der Schauspieler

Bei der Gala zum Hessischen Film- und Kinopreis, die in wenigen Wochen in der Alten Oper über die Bühne geht, erhält der Schauspieler Matthias Brandt den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU).

Brandt gehöre zu den herausragenden deutschen Schauspielern, so der Landesvater in seiner Begründung. „Dass der gebürtige Berliner Brandt im Laufe seiner Karriere auch Stationen in Hessen hatte, namentlich im Staatstheater Wiesbaden und am Schauspiel Frankfurt, erfüllt uns mit Stolz und macht Matthias Brandt auch ein wenig zum Hessen“, so der Ministerpräsident über den Sohn des Alt-Kanzlers Willy Brandt, der unter anderem durch Serien wie „Polizeiruf 110“ oder Filme wie „Männertreu“ bekannt wurde, für den er 2014 den Hessischen Filmpreis erhielt.

Doch nicht nur die „alten Hasen“ sollen bei dieser Gala-Nacht am 12. Oktober im Mittelpunkt stehen, auch die Neulinge erhalten ihre Aufmerksamkeit. Und so geht der Newcomerpreis, der mit 7500 Euro dotiert ist und zum zweiten Mal vergeben wird, an die Produzentin und Filmemacherin Isabel Gathof . Nach ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München gründete sie ihre eigene Produktionsfirma „Feinshmeker Film“ und kehrte in ihre hessische Heimat Hanau zurück. „Sie fördert mit ihren Filmen den interkulturellen und interreligiösen Austausch“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU). „Ihr Kinodebüt ’Moritz Daniel Oppenheim’ ist ein ausgezeichneter und außergewöhnlicher Film“, lobte Rhein.

In dieser Nacht geht es um Preise. Und so sind in der Kategorie Hessischer Filmpreis Spielfilm die Streifen „Atlas“ von David Nawrath , „Arthur und Claire“ von Miguel Alexandre und „Meckie Messer – Brechts Dreigoschenfilm“ von Joachim Lang nominiert.

Um die Trophäe für den besten Dokumentarfilm gehen „Die Akte Oppenheimer“ von der Frankfurter Filmemacherin Ina Knobloch , „Eingeimpft“ von David Sieverking sowie „Unzertrennlich“ von Frauke Lodders ins Rennen.

Bei der Wahl zur besten Schauspielerin wurden Paula Beer , die in der ZDF-Serie „Bad Banks“ mitspielte, Britta Hammelstein , die in „Ferien“ zu sehen ist, sowie Lena Urzendowsky , die in „Der große Rudolph“ die Rolle der Eva-Maria gab, nominiert.

Thomas Schmauser , der ebenfalls in „Der große Rudolph“ mitwirkte, Golo Euler , der im „Tatort“ „Unter Kriegern“ spielte, und Matthias Brand für seine Rolle im Film „Toulouse“ sind die drei Nominierten für die Auszeichnung zum besten Schauspieler.

Zudem gibt es beim Film- und Kinopreis erstmals einen Sonderpreis. Die Auszeichnung wird für eine herausragende Einzelleistung eine Filmprojekts vergeben und geht an die ZDF-Serie „Bad Banks“. Produzentin Lisa Blumenberg habe sich an das komplexe Thema Investment herangetraut und es einem großen Publikum näher gebracht.

Erstmals „seit Jahrzehnten wurden die Gelder erhöht“, sagte Rhein. So fließen insgesamt 250 000 Euro an Preisgeldern. Das sind 50 000 Euro mehr als zuvor. Überhaupt kann sich die Filmförderung über die Zuwendung der vergangenen Jahre nicht beklagen. 2018 habe die Hessische Landesregierung laut Rhein „der Filmförderung erneut zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt“. Insgesamt seien das 1,5 Millionen Euro. Der größte Anteil, eine Million, steht der HessenFilm und Medien zur Verfügung, um zu fördern. Dabei liege der Schwerpunkt bei Investitionen in den Kinobetrieb.

(es)

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