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Gebrauchte Schuhe und Bekleidung werden im Ökumenischen Familien-Markt liebevoll und übersichtlich präsentiert.

Umzug geplant

Alles muss raus im ökumenischen Familien-Markt

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Der Ökumenische Familien-Markt verlässt schon bald seinen alten Standort in Bornheim und öffnet voraussichtlich Anfang April neue Räume in Enkheim. Um die Lagerbestände vor dem Umzug zu reduzieren, lädt die Einrichtung zu einem Sonderverkauf ein: Jeder kann kommen.

Konzentriert durchstöbern Besucher den Ökumenischen Familien-Markt in der Freiligrathstraße 37–39. Es gibt dort Porzellan und Gläser, Möbel, Kleidung für Frauen, Männer und Kinder sowie Stoffe, Gardinen und Spielzeug. Ausnahmsweise ist das Sozialkaufhaus, das in der Trägerschaft von der Caritas und dem Diakonischen Werk Frankfurt geführt wird, an diesem Vormittag für Jedermann geöffnet. Normalerweise haben hier nur Menschen Zutritt, die finanziell nicht gut gestellt sind, beispielsweise weil sie Arbeitslosengeld (ALG) 2 beziehen oder einen „Frankfurt Pass“ haben. Alles, was im Ökumenischen Familien-Markt zu einem kleinen Betrag angeboten wird, wurde zuvor als Spende abgegeben.

Demnächst schließt die Einrichtung die Türen an diesem Standort und zieht nach Enkheim um. „Dort haben wir neue Räume in der Röntgenstraße 10 gefunden, nur drei Minuten zu Fuß von der U-Bahn-Haltestelle Hessen-Center gelegen und damit gut angebunden“, sagt Verena Schlossarek. Seit August 2016 leitet sie den Ökumenischen Familien-Markt. In Enkheim soll voraussichtlich Anfang April geöffnet werden. „Der genaue Termin steht aber noch nicht fest. Derzeit werden die neuen Räume umgebaut“, schildert sie.

Bis zur Neueröffnung sollen die Lagerbestände in der Freiligrathstraße weitgehend aufgelöst werden, damit weniger Umzugskisten zu packen und zu transportieren sind. Deswegen gibt es den Sonderverkauf, zu dem jeder kommen kann. Und dieses Angebot wird von zahlreichen Besuchern genutzt. Praktisches für den Haushalt, Stoffe und vor allem Kleidung wandert in die Einkaufskörbe. Schließlich sind die Preise moderat, und mit Dingen aus zweiter Hand leistet man auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Im Jahr 2000 hatte der Ökumenische Familien-Markt den Standort in Bornheim bezogen. Davor residierte hier die Druckerei eines Frankfurter Verlagshauses. „Zurzeit nutzen wir Räume in mehreren Gebäuden in unterschiedlichen Stockwerken“, beschreibt Schlossarek die Situation. So erfolgt die Sortierung der gespendeten Textilien beispielsweise im Keller. Das soll sich mit dem Umzug nach Enkheim ändern.

Die Einrichtungsleiterin greift nach den Plänen. „In der Röntgenstraße wird es ein Erdgeschoss und ein Obergeschoss geben“, sagt sie. Rund 1200 Quadratmeter stünden dort zur Verfügung, dies sei etwas mehr als derzeit. „Das Thema Umzug ist schon seit zehn Jahren im Gespräch, die Suche nach passenden Räumen hat Zeit in Anspruch genommen“, erzählt Schlossarek. „Schön ist, dass wir in Enkheim jetzt einen Ort haben, an dem alles unter einem Dach zusammengebracht werden kann.“

Im Obergeschoss des neuen Standortes sollen die Büros und Aufenthaltsräume für Mitarbeiter liegen, im Erdgeschoss werden das Lager, die Sortierung und der Verkauf sein. „In Enkheim möchten wir künftig auch das Kleiderdepot für Flüchtlinge unterbringen, das sich derzeit im Industriehof in Hausen befindet“, sagt Schlossarek. Dieses werde jedoch nicht zeitgleich mit dem Ökumenischen Familien-Markt nach Enkheim umziehen.

Bis zur Neueröffnung gibt es noch viel zu tun. Neben den zehn festen Mitarbeitern helfen 30 Ehrenamtliche. Zusätzlich sorgen 55 Teilnehmer einer Arbeitsgelegenheit-Maßnahme (AGH) – also Menschen, die seit langer Zeit ohne eine Tätigkeit sind – dafür, dass der Betrieb reibungslos funktioniert. Verena Schlossarek koordiniert das Team, jede Öffnungszeit bewältigen zwei Schichten. „Wir sind nicht nur ein Sozialkaufhaus, sondern auch ein Beschäftigungsbetrieb“, sagt sie.

Der neue Standort muss erst bekannt werden. Ab April können dort gespendete Textilien und Hausrat abgegeben werden. Möbel werden wie bisher erst nach vorheriger Besichtigung beim Spender abgeholt. „Ich bin begeistert über die Bereitschaft der Frankfurter zum Spenden“, sagt Schlossarek. Sie hofft, dass dies am neuen Standort auch gelingen wird.

Vor dem Umzug organisiert der Ökumenische Familien-Markt nochmals einen Sonderverkauf für Jedermann am 23. Februar von 9 bis 18 Uhr in der Freiligrathstraße 37-39. Infos gibt es unter .

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