Soll im Herbst 2018 anders aussehen: der Domplatz.
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Soll im Herbst 2018 anders aussehen: der Domplatz.

Stadtparlament stellt drei Millionen Euro bereit

Tor zur Altstadt: Domplatz wird umgestaltet

  • vonGünter Murr
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Mit Eröffnung der neuen Altstadt soll sich der Domplatz als Eingangstor in neuer Gestalt präsentieren – so wünschen es sich die Stadtverordneten. Aus den Plänen für ein ökumenisches Kirchenmuseum im Stadthaus wird hingegen voraussichtlich nichts.

Der Vorstoß kommt spät: Bis zur Eröffnung der neuen Altstadt im Herbst 2018 soll der angrenzende Domplatz neu gestaltet werden. Drei Millionen Euro aus dem Programm „Schöneres Frankfurt“ will die schwarz-rot-grüne Koalition dafür zur Verfügung stellen, in der Plenarsitzung des Stadtparlaments am Donnerstag wird der Antrag beschlossen. Viel Zeit für Planung und Bau ist nicht, zumal erst noch in einem Architektenwettbewerb die besten Ideen für die Platzgestaltung gesucht werden sollen. Doch Planungsdezernent Mike Josef (SPD) zeigte sich am Montagabend im Dom-Römer-Ausschuss des Stadtparlaments zuversichtlich: „Ich habe das hehre Ziel, die Umgestaltung bis zum Herbst 2018 abzuschließen.“

Weniger Verkehr

Gelingen soll das mit Hilfe der städtischen Dom-Römer GmbH, die dazu die eingespielten Abläufe des Altstadt-Projekts nutzen will. Erste Gestaltungsideen seien bereits entwickelt worden, erläuterte Projektleiterin Marion Spanier-Hessenbruch. „Unser Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern.“ Dort, wo heute Fahrbahn und Gehwege durch Bordsteine und Poller getrennt sind, soll es eine einheitliche Platzfläche geben. Durchgangsverkehr und Parkplätze sollen verschwinden, die Bedingungen für Außengastronomie verbessert werden. Nötig ist die Umgestaltung nach Ansicht Josefs allein deshalb, weil sich wegen der Altstadt künftig auch mehr Touristen auf dem Domplatz aufhalten werden. Strittig ist unter anderem noch die Frage, ob im Zuge der Umgestaltung auch öffentliche Toiletten auf dem Platz möglich sind. Eugen Emmerling (SPD) plädierte dafür, lieber ein kleines Häuschen neben dem Domturm zu bauen.

Nur noch eine Ausstellung

Gestorben ist eine andere Idee der Koalition für das Umfeld des Doms: Im Stadthaus über dem Archäologischen Garten sollte ein ökumenisches Kirchenmuseum eingerichtet werden. So steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Doch es habe sich gezeigt, dass sich die Nutzung als Veranstaltungszentrum damit schlecht verträgt, sagte Esther Gebhardt (SPD). Nach ihrer Darstellung hat sich die Koalition darauf verständigt, lediglich eine Ausstellung einzurichten. Diese soll an die Synode von 794 erinnern, zu der Kirchenvertreter aus dem gesamten Fränkischen Reich nach Frankfurt kamen. Ein Konzept gebe es allerdings noch nicht, wie Sebastian Popp (Grüne) bemängelte. Zuständig sei Kirchendezernent Uwe Becker (CDU), sagte der Ausschussvorsitzende Uli Baier (Grüne). Auf ihn geht die Museumsidee zurück. Derzeit führt er darüber Gespräche mit den Kirchen. Und zumindest Michael zu Löwenstein (CDU) will die im Koalitionsvertrag festgehaltene Idee noch nicht ganz aufgeben.

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