Baugebiete am Frankfurter Berg

Am Ebereschenweg rollen bald die Bagger

  • vonFriedrich Reinhardt
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Der Wohnungsbau im Hilgenfeld mit geplanten 850 Wohneinheiten beginnt im Jahr 2022.

Die vorbereitenden Arbeiten am Ebereschenweg laufen schon. "In den nächsten drei oder vier Wochen werden die Bauarbeiten beginnen", sagt Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding. Vier Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 35 Wohnungen baut die städtische Wohnungsbaugesellschaft auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen den S-Bahngleisen und dem Rotdornweg. Die Wohnungsgröße werde zwischen Zwei- und Fünf-Raumwohnungen liegen, sagt Junker. Von den 35 Wohnungen sollen 16 auf dem ersten Förderweg gefördert werden.

Brückenschlag muss möglich sein

2019 hatte die Stadt der ABG für die Fläche das Erbbaurecht erteilt. Unter einem Vorbehalt: dass "das Erbbaurecht für das Grundstück nicht die Realisierung der Verbindungsbrücke zwischen dem Bestandsquartier Frankfurter Berg und dem Neubaugebiet Hilgenfeld behindert". Gefordert hatte dies der Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim). "Uns geht es darum, dass das Hilgenfeld mit dem Frankfurter Berg zusammenwachsen kann", erklärt Julian Langner, Fraktionsvorsitzender der FDP im Ortsbeirat. Mit dem Baugebiet Hilgenfeld soll jenseits der S-Bahn-Schienen am Frankfurter Berg ein neues Quartier mit 850 Wohnungen entstehen. Vier Wohngruppen, die 15 Prozent des Wohnraums ausmachen, sollen das Quartier und den Stadtteil beleben. Die Gruppe "GoN" träumt etwa davon, eine offene Fahrradwerkstatt oder gar ein kleines Kino zu realisieren. Ungünstig wäre es da, wenn das Hilgenfeld für die Alteingesessenen nur schwer erreichbar wäre.

Wie es der Vorbehalt im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vorsieht, werde "eine Bebauung in Fortführung des Ebereschenweges eine Verbindungsbrücke zum Hilgenfeld nicht behindern", heißt es dazu aus dem Planungsdezernat. Konkrete Planungen zum Bau einer Brücke gebe es allerdings noch nicht. Noch sei kein genauer Standort für eine Fuß- und Radwegebrücke festgelegt.

Der Wohnungsbau im Hilgenfeld soll laut Junker im kommenden Jahr beginnen. Schon jetzt sind Bewegungen auf dem zukünftigen Baufeld zu beobachten. Dabei handle es sich um Voruntersuchungen, sagt der ABG-Geschäftsführer.

Verkehr zwischen zwei Baustellen

Bei der FDP im Ortsbeirat 10 hat dies Besorgnis mit Blick auf den Baustellenverkehr ausgelöst. Da derzeit die Straße in Alt-Bonames zwischen den Straßen Am Burghof und Homburger Landstraße wegen einer Straßensanierung gesperrt ist und der Verkehr auf der Interimsbrücke an der S-Bahnstation Frankfurter Berg mit einer Ampel geregelt wird, fragte die Fraktion, "wie nun der Bauverkehr geregelt werden soll".

Ein Problem sieht Junker hier allerdings nicht. Zum einen würden die Erschließungsarbeiten erst im Herbst beginnen. Zum anderen würde der Wohnungsbau abschnittsweise erfolgen. "Daher glaube ich nicht, dass der Baustellenverkehr große Auswirkungen auf den sonstigen Straßenverkehr haben wird." Das Konzept dafür, welche Route die Bagger und Lastwagen nehmen sollen, stehe allerdings noch nicht. msr

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