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Amoklauf an US-Grundschule: Attentäter schickte Mädchen aus Frankfurt offenbar Nachrichten

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Von: Florian Dörr

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Blumen und Kerzen vor der Robb Elementary School in Uvalde: Hier tötete ein 18-Jähriger über 20 Menschen.
Blumen und Kerzen vor der Robb Elementary School in Uvalde: Hier tötete ein 18-Jähriger über 20 Menschen. © Jae C. Hong/AP/dpa

Ein 18-Jähriger hat bei einem Amoklauf in Ulvade (Texas) 21 Menschen – darunter 19 Kinder – getötet. Zuvor hatte er die Tat wohl gegenüber einem Mädchen aus Frankfurt angekündigt.

Frankfurt – Der Amoklauf von Uvalde hat über die Grenzen der USA hinweg für großes Entsetzen gesorgt. Ein 18-Jähriger hatte in einer Grundschule der texanischen Kleinstadt insgesamt 21 Menschen getötet. 19 davon waren Kinder, dazu kamen zwei Lehrer der Robb Elementary School. Nun berichtet der US-Nachrichtensender CNN, dass der Schütze kurz vor der Tat mit einem Mädchen aus Frankfurt in Kontakt stand.

Demnach kommunizierte der Amokläufer seit Anfang Mai mit der 15-Jährigen über soziale Netzwerke und Facetime. Er habe ihr Videoaufnahmen von sich geschickt und erklärt, bald nach Europa kommen zu wollen. Sie habe ihn als freundlichen Menschen, der offenbar ein Einzelgänger sei, wahrgenommen, so die 15-Jährige aus Frankfurt gegenüber CNN. Allerdings habe es auch erschreckende Nachrichten gegeben. In einem Fall habe ihr der junge Mann etwa erzählt, „tote Katzen auf fremde Häuser geworfen“ zu haben.

Amokläufer deutete Amoklauf in US-Grundschule an

Kurz vor der Tat von Uvalde, wo der 18-Jährige am Dienstag (24. Mai) um sich schoss, soll sich der Täter per Textnachricht bei der 15-Jährigen aus Frankfurt über seine Großmutter beschwert haben. Dann habe er dem Mädchen mitgeteilt, der 66-Jährigen in den Kopf geschossen zu haben. Das soll sich nur rund 30 Minuten vor den Schüssen auf die Kinder und die Lehrer abgespielt haben. Die Frau überlebte.

15-Jährige aus Frankfurt stand mit Amokschütze von Ulvade in Kontakt

In einer letzten Mitteilung an die 15-Jährige habe der Schütze schließlich angekündigt, in einer Grundschule um sich schießen zu wollen. Der 18-Jährige hatte Ermittlern zufolge bereits im März innerhalb weniger Tage in einem Geschäft zwei Sturmgewehre und Munition gekauft. Zudem hatte er seinen Amoklauf an der Grundschule in Uvalde kurz zuvor in den sozialen Medien angekündigt

Ein anderer Vorfall in der texanischen Stadt Richardson sorgte derweil am Mittwoch (25. Mai) für Aufregung. Die Polizei wurde über einen Jugendlichen informiert, der bewaffnet in Richtung einer Schule laufen würde. Der verdächtige Schüler sei schließlich von der Polizei in der Schule aufgegriffen worden – Waffen seien aber nicht bei ihm gefunden worden, hieß es in einer Mitteilung. Allerdings hätten die Beamten im Kofferraum des Autos des Verdächtigen auf dem Parkplatz Waffen entdeckt. Der Jugendliche sei festgenommen worden. Weitere Details gab die Polizei nicht bekannt. (fd)

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