In Frankfurt auf der Anklagebank: Der Immobilienunternehmer Ardi Goldman lächelt in die Kamera.
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In Frankfurt auf der Anklagebank: Der Immobilienunternehmer Ardi Goldman lächelt in die Kamera.

Immobilieninvestor im Gefängnis

Ardi Goldman ist nach nur sechs Wochen Freigänger

Der wegen Bestechung zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilte Immobilieninvestor Ardi Goldman darf das Gefängnis laut „Bild“-Zeitung tagsüber verlassen.

Der wegen Bestechung zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilte Immobilieninvestor Ardi Goldman darf das Gefängnis laut „Bild“-Zeitung tagsüber verlassen. Nach sechs Wochen in der Justizvollzugsanstalt Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) sei der 55-Jährige bereits Freigänger und könne die Anstalt jeden Tag von 6.30 bis 20 Uhr verlassen, berichtet das Blatt. „Während die anderen Häftlinge morgens im Trainingsanzug herumlaufen, steht er gebügelt und geschniegelt bereit und wartet, bis sich die Tür nach draußen öffnet.“

Das Landgericht Frankfurt sah es im November 2015 als erwiesen, an, dass Goldman zusammen mit Geschäftspartnern einem Fraport-Manager Schmiergeld in Millionenhöhe gezahlt hat. Es ging dabei um Erbpachtverträge für die Cargo City Süd. Der zunächst mitangeklagte Fraport-Manager verunglückte während des Landgerichtsprozesses mit dem Auto tödlich. Goldman legte Revision gegen das Urteil ein, hatte damit jedoch keinen Erfolg.

Was er nun während seines Freigangs tut, war nicht zu erfahren. Sein Frankfurter Büro gab keine Auskünfte. „Er ist nicht hier“, hieß es dort nur. Der „Bild“-Zeitung sagte Goldman, er arbeite an der Entwicklung seiner Hotelprojekte. dg

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