Multifunktionshalle am Kaiserlei

Arena so schnell wie möglich bauen

Noch vor dem Sommer will Sportdezernent Markus Frank (CDU) die Ausschreibung für eine Multifunktionshalle am Kaiserlei auf den Weg bringen. Den Bau fordern auch die Junge Union und der Sportkreisvorsitzende.

Als ein „Signal für die Region“ bezeichnet Frankfurts Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei. Deren Realisierung ist nach einem zwischenzeitlich drohenden Aus wieder näher gerückt: Sportdezernent Markus Frank (CDU) hatte, wie berichtet, gegenüber der FNP angekündigt, dass die Ausschreibung noch vor dem Sommer starten soll – und vor allem, dass nicht mehr auf weiteres Handeln aus der Nachbarstadt Offenbach gewartet wird. „Beide betroffenen Sportkreise müssen zusammenarbeiten, um die Politik zu überzeugen“, betont Frischkorn. Ansonsten würde eine große Chance für die Region vergeben.

Der Sportkreisvorsitzende sieht in der neuen Sport- und Veranstaltungshalle, die bis zu 15 000 Zuschauer fassen und von einem Investor auf der Stadtgrenze von Frankfurt und Offenbach errichtet werden soll, auch eine Entlastung in anderen Bereichen. Diese könnte unter anderem der Basketballverein „Skyliners“, der mittlerweile rund 4500 Mitglieder zählt, gut gebrauchen. Ähnliches gelte für die Eissporthalle.

Die „Löwen“-Eishockeyspieler und die „Skyliners“ setzen sich seit Jahren für den Bau einer Multifunktionshalle ein. Sie erachten eine solche Halle als wichtig, um sich in der nationalen Spitze zu etablieren. Die „Skyliners“ wollen zu einem der besten vier Basketballteams in Deutschland werden, die „Löwen“ streben mindestens zurück in die erste Liga. „Wird die Multifunktionshalle nicht gebaut, wäre das ein fatales Signal für den Basketball und das Eishockey in Frankfurt“, sagt Roland Frischkorn.

Politische Unterstützung gibt es seitens der Jungen Union (JU). „Der Ausschreibungsbeginn von Markus Frank ist ein richtiges Signal“, lobt JU-Kreisvorsitzender Martin-Benedikt Schäfer. Er fordert den Magistrat auf, sich „auf allen Wegen und mit allen Mitteln für den Bau der Multifunktionshalle einzusetzen“. Sie könne nicht nur die Sportbegeisterung in Frankfurt und der Region auffangen und befeuern, sondern helfe auch, weitere kulturelle Veranstaltungen in die Mainmetropole zu holen. „Wir brauchen sie – und zwar so schnell wie möglich“, fordert der JU-Kreisvorsitzende. „Die Festhalle ist meist im kompletten Jahr ausgebucht, die Jahrhunderthalle für große Konzerte oder weitere Großereignisse teils zu klein. Mit einer Multifunktionshalle würde auch hier ein weiterer Veranstaltungsort für große kulturelle Veranstaltungen entstehen“, sagt Schäfer. Er bezeichnet das Grundstück am Kaiserlei als „optimal geeignet“. Die Sport- und Kulturszene Frankfurt und der Region benötige dringend eine Halle für ihre weitere Entwicklung, so Schäfer.

Dies sieht Frischkorn ähnlich. „Nicht an den Kaiserlei zu gehen, wäre eine Bankrotterklärung in der Zusammenarbeit der beiden Städte“, sagt er. Er hat allerdings bereits eine Alternative im Kopf. Das Gelände an der Eissporthalle am Ratsweg in Bornheim, wo ein neues Schwimmbad als Ersatz für das Panoramabad gebaut werden soll, ist für ihn eine Option. Diesem Standort würde dann allerdings der Festplatz zum Opfer fallen. „Für die Dippemess bräuchte es dann eine Alternative“, sagt Frischkorn. Deshalb bevorzuge er den Standort am Kaiserlei.

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