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Der Eingang in die ?Gravensteiner Arkaden?, also zu den Geschäften Tegut, dm und Bäckerei Schaan, ist direkt an der Ecke des neuen Gebäudes, schräg gegenüber der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 18 am Gravensteiner Platz.

Wohn- und Geschäftshaus in Preungesheim

Arkaden mit mediterranem Flair

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Endlich gibt es am Gravensteiner Platz die lange ersehnten Einkaufsmöglichkeiten. In den Arkaden eröffneten gestern ein Supermarkt, eine Drogerie und eine Bäckerei.

Einkaufen – das war im Frankfurter Bogen, dem Neubaugebiet im Nordosten von Preungesheim, bislang ein Problem. Denn Geschäfte gab es für die inzwischen mehr als 5000 Einwohner nicht. So entwickelte sich der Wochenmarkt am Freitagnachmittag auf dem zentralen Gravensteiner Platz zum Publikumsmagneten. Jetzt bekommt er mit Eröffnung der „Gravensteiner Arkaden“ direkt am Platz Konkurrenz: Einkaufen können Kunden schon im mit 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche größten „Tegut“-Supermarkt der Mainmetropole, in einer Drogerie der Kette dm und bei der Bäckerei Schaan mit 32 Sitzplätzen in ihrem Café.

Demnächst starten auch das Eiscafé San Marco und das italienische Restaurant „Godi“. Beide wollen mit Außengastronomie die Arkaden beleben. Klar ist auch, dass es einen Friseur und ein Kosmetikstudio geben wird. Von den acht Gewerbeflächen – Tegut und dm nicht mitgezählt – sind drei noch frei, Interessenten gibt es aber.

Sichtbar stolz präsentiert Lukas Sommer von der Tegut-Geschäftsleitung den neuen Markt, der 700 Quadratmeter größer ist als der an der Friedberger Warte, der bislang einzige des aus Fulda stammenden Unternehmens in der näheren Umgebung. Fast alles gebe es auch in Bio-Qualität, immerhin 3000 der fast 25 000 Artikel. Im Sortiment sind auch vegane Lebensmittel, also solche ohne tierische Inhaltsstoffe – dazu zählen auch Milch oder Eier. Sommer verweist darauf, dass die Albert-Schweitzer-Stiftung Tegut unlängst als besten veganen Supermarkt auszeichnete – eine Tierrechtsstiftung also, die vegane Ernährung ausdrücklich propagiert.

Zu erreichen ist der Supermarkt entweder von der öffentlichen Tiefgarage mit

137 Stellplätze

n oder durch den Haupteingang: Tritt man vom Platz ins Foyer, geht es geradeaus zu Tegut, linker Hand ist der Drogeriemarkt, rechts die Bäckerei. Alle anderen Geschäfte haben Eingänge unter den Arkaden.

Unmittelbar bevor steht die Eröffnung des Restaurants „Godi“. Die Betreiber Anna und Achille Murino sowie Tochter Sabrina wollen Ende März starten. Der Holzkohle-Ofen für die Pizza ist bereits eingebaut, die Theke ist angedeutet, noch herrscht aber rege Bautätigkeit. Neben sardischen und anderen italienischen Spezialitäten und Pizza wollen sie auch echt italienisches Frühstück anbieten.

Nebenan im Eiscafé von Alessandro Papa und Germane Filippi sind die Räume noch völlig kahl, aber auch sie wollen Anfang April eröffnen, ebenfalls mit Tischen und Stühlen unter den Arkaden. „Die Inneneinrichtung wird zurzeit vorgefertigt und dann innerhalb kürzerster Zeit eingebaut“, erklärt Papa. Ihr Eis stellen sie selbst her.

Über den Geschäften baut Wilma Wohnen Süd, die in den Gravensteiner Arkaden rund 50 Millionen Euro investiert, auch 137 Wohnungen. Zum Platz hin versprüht die Fassade mit ihren schmalen, hohen Fenstern und den schlanken Blendläden mediterranes Flair. Um einen großen Innenhof auf dem Supermarktdach gruppieren sich elf separate Wohnhäuser. „Die ersten beiden Häuser mit 30 Wohnungen sind bereits vermietet, die meisten Mieter sind dort bereits eingezogen“, sagt Wilma-Projektentwickler Ralf Sadowski. Noch seien nicht alle fertig, bis zur Jahresmitte sollen aber alle Wohnungen bezogen sein, der Quadratmeter koste 12,80 Euro Miete. Der Spielplatz im Zentrum des Innenhofs ist bereits fertig, der Rollrasen verlegt, selbst einige Bäume stehen hier – und einige der neuen Bewohner haben schon erste Tische und Stühle auf den Balkon gestellt.

Politprominenz gab es nicht nur bei der Vor-Eröffnung am Dienstagabend mit Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) und Ortsvorsteher Robert Lange (CDU): Gestern setzte sich Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) von 11 bis 12 Uhr bei dm an die Kasse. Die Einnahmen dieser Stunde von rund 2000 Euro spendet die Drogeriekette dem Frankfurter Kinderbüro, das damit Beach-Soccer-Plätze bauen will.

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