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Gudrun Schmidt von der „Initiative Paul-Arnsberg-Platz“. Die Mitglieder zeigen auf, wie der Platz schöner werden könnte.

Ostend

Arnsberg-Platz soll schöner werden

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Der Arnsberg-Platz gehört neben der Platzfolge Rathenauplatz, Goetheplatz, Rossmarkt in der Innenstadt zu den unwirtlichsten Plätzen der Stadt. Nun soll er schöner werden.

Die zehnjährige Silvia ist unzufrieden mit dem Platz vor ihrer Haustür. Deshalb ist sie mit ihrer Mutter in die Bürgerrunde des Haupt- und Finanzausschusses gekommen, um für eine Umgestaltung des Paul-Arnsberg-Platzes zu werben. Sie hat einen Zettel dabei und trägt ihre Kritikpunkte vor. Sie kritisiert die Steinplatte, fordert mehr Grün und Wasserspiele. Nicht mal Inliner könne man auf dem Plattenbelag laufen, sagt sie.

Der Arnsberg-Platz gehört neben der Platzfolge Rathenauplatz, Goetheplatz, Rossmarkt in der Innenstadt zu den unwirtlichsten Plätzen der Stadt.

Eine Bürgerinitiative engagiert sich, für die Umgestaltung des Platzes, der Anfang der 2005 entstanden ist. Deren Sprecherin Gudrun Schmidt erklärt, dass der Platz im Sommer nicht nutzbar sei. Froh ist sie, dass die Anwohner immerhin die Trompetenbäume durch Gießpatenschaften über den heißen Sommer gebracht haben. Schmidt fordert mehr Bäume, eine Außengastronomie und kindgerechte Wasserspiele.

Ein Antrag des zuständigen Ortsbeirates 4 (Bornheim, Ostend) für eine Vorplanung liegt dem Ausschuss zur Abstimmung vor. Das Bürgeransinnen stößt bei den Stadtpolitikern auf Verständnis. Die Betonwüste sei eine Fehlplanung sagt Michael Müller (Linke). Sieghard Pawlik (SPD) glaubt, „dass wir mit überschaubaren Veränderungen den Staffelstab der Bürger aufnehmen und rasch ins Ziel bringen“. Manuel Stock, Fraktionschef der Grünen meint gar: „Es kann einer Stadt nichts Besseres passieren, als Bürger, die sich engagieren.

Thomas Dürbeck (CDU) bremst ein bisschen die Euphorie. Zwar räumt auch er ein, dass der Platz „städtebaulich ein wenig verkorkst“ sei. Er weist aber darauf hin, dass zusätzliche Nutzungen Konflikte schafften. „Gastronomie macht nach 22 Uhr keinen Spaß mehr. Wir müssen überlegen ob das Areal ein Platz bleiben soll, oder ob wir ihn zu einem Spielplatz oder Park weiterentwickeln wollen.“ Ursprünglich sollte es ein Marktplatz werden. Daraus sei nichts geworden, sagt Dürbeck. Nun will er die Angelegenheit „ordentlich beraten und mit den Bürgern entwickeln, damit der ortspolitische Dauerbrenner von der Tagesordnung der politischen Gremien verschwindet“. Heute wird im Haupt- und Finanzausschuss über die Anregung des Ortsbeirates abgestimmt.

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