Stefanie Krieger
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Stefanie Krieger

Ehrenamt

Atzelberg ist längst ihre Heimat

  • VonAlexandra Flieth
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Kinderbeauftragte für Seckbach erneut bestätigt

Am frühen Vormittag sind die Temperaturen auf dem Atzelbergplatz noch angenehm und der Blick über den östlichen Teil der Stadt lässt sich genießen. Je höher die Sonne im Sommer aber steigt, desto mehr staut sich die Hitze auf der versiegelten Fläche, die eigentlich ein Treffpunkt, ein Ort der Begegnung für die Bewohner in der Siedlung sein soll. Dann sind Bänke unbesetzt, der Platz wirkt verwaist, auch Kinder spielen keine.

"Wir sind hier

kein Brennpunkt"

Stefanie Krieger, Kinderbeauftragte für Seckbach, kennt das Problem und hofft, dass ein Sonnensegel fest installiert werden kann. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion im Ortsbeirat 11 (Seckbach, Fechenheim, Riederwald) wurde 2019 schon einmal durch den Magistrat mit dem Verweis auf Diebstahl oder Vandalismus abgelehnt. Stefanie Krieger kann das nicht verstehen: "Seckbach ist kein Brennpunkt, auch der Atzelbergplatz nicht", sagt sie.

Seit fast 25 Jahren lebt die Kinderbeauftragte in Seckbach. "Ich bin zwar in Bornheim aufgewachsen, aber hier auf die Friedrich-Ebert-Schule gegangen", erzählt sie. "Und ich bin mit einem Seckbacher verheiratet." Sich dort, wo sie lebt und arbeitet, zu engagieren ist daher ganz selbstverständlich für Krieger, die selbst Mutter von zwei Töchtern im Alter von 18 und 21 Jahren ist. Krieger, die in der aktuellen Legislaturperiode erneut als Kinderbeauftragte durch den ORB 11 bestätigt wurde, nimmt ihre ehrenamtliche Funktion bereits im fünften Jahr wahr.

Die Arbeit mit Kindern sei etwas, was sie seit ihrer Schulzeit gerne machen wollte. "Damals schwankte ich noch zwischen einem solchen Beruf oder einer Ausbildung zur Floristin", sagt sie. Zwar sei es schließlich der floristische Ausbildungsberuf geworden, in dem sie auch gearbeitet habe, der Wunsch mit Kindern zu arbeiten, sei aber geblieben.

Seit 2011 ist die Kinderbeauftragte in der pädagogischen Frühbetreuung an der Zentgrafenschule tätig. Der Träger ist der Verein "Kinder in der Stadt", kurz Kids. Dieser war bis Ende 2020 auch Träger des Kinder- und Teenie-Clubs am Atzelbergplatz. Auch dort ist Krieger seit langem aktiv, nach dem Wechsel auch für den neuen Träger der Einrichtung - dem Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Jederzeit

erreichbar

Durch ihren Beruf kennt sie die Sorgen und Nöte der Mädchen und Jungen im Stadtteil bestens. "Die Kinder wissen, wie sie mich jederzeit erreichen können und haben meine Handynummer", sagt sie. In ihrer Funktion als Kinderbeauftragte habe sie zudem eine offene Kindersprechstunde installiert. "Wegen Corona musste diese leider in der vergangenen Zeit ausfallen", bedauert Krieger.

Die Kinder hätten sich für ihren Verbleib als Kinderbeauftragte starkgemacht und Briefe geschrieben. "Mir war es sehr wichtig, weiterzumachen", betont sie. Stefanie Krieger nennt einige Punkte, die sie als nächste angehen möchte. Dazu zählt nicht nur der Wunsch eines Sonnensegels für den Atzelbergplatz, sondern auch der nach Basketballkörben, die dort installiert werden sollen. Nicht nur die Erwachsenen, sondern gerade auch die Kinder wünschten sich zudem mehr Grün auf dem Platz. "Die Kinder wünschen sich mehr Angebote, was den Atzelbergplatz betrifft", sagt sie. Angehen möchte die Kinderbeauftragte auch das Thema der Spielgeräte auf dem Spielplatz im Huthpark. "Die Spielgeräte sind alt und nicht mehr zeitgemäß", sagt Krieger.

Bei ihrem Job als Kinderbeauftragte schätze sie die gute Zusammenarbeit mit dem Awo-Quartiersmanagement und seiner Quartiersmanagerin Jale Atmaca, mit dem Nachbarschaftsverein Atzelberg-Seckbach, dem DRK als Träger des Teenie- und Jugendclubs und dem Ortsverein der SPD-Seckbach. Jetzt fehlt nur noch das Segel. Alexandra Flieth

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