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Auch in Frankfurt: Junge Frauen sexuell genötigt

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Drei weitere Frauen aus Südhessen erstatteten ebenfalls Anzeige wegen eines ähnlichen Vorfalls, der sich bereits gegen 23.00 Uhr auf dem Eisernen Steg ereignet hat. Sie wurden von drei Männern im Bereich des Gesäßes angefasst. Einer der Frauen wurde dabei ihr Handy gestohlen.

Sechs Tage nach der Neujahrsnacht liegen jetzt auch der Frankfurter Polizei zwei Anzeigen vor - sie ähneln denen in Köln: In einem Fall wurden drei Frauen zwischen 20 und 21 Jahren kurz nach Mitternacht im Bereich des Eisernen Stegs von einer Gruppe von etwa zehn jungen Männern angegangen. Den Aussagen nach handelete es sich um Nordafrikaner, so Sprecherin Virginie Wegner. "Die Frauen wurden am Hintern betatscht. Wir ermitteln wegen sexueller Nötigung."

In einer Mitteilung der Polizei heißt es wörtlich:

"Nach der aktuellen Berichterstattung über die Vorfälle in Köln und anderen Städten meldeten sich bei der Frankfurter Polizei am gestrigen Spätnachmittag drei junge Frauen im Alter von 20 und 21 Jahren, die Opfer sexueller Nötigungen durch mehrere bislang unbekannte Männer geworden sind.

Ihren Angaben zufolge wurden sie um etwa 00.20 Uhr im Bereich des Eisernen Stegs/Mainkai von zirka zehn Männern mehrfach massiv unsittlich berührt.

Drei weitere Frauen aus Südhessen erstatteten ebenfalls Anzeige wegen eines ähnlichen Vorfalls, der sich bereits gegen 23.00 Uhr auf dem Eisernen Steg ereignet hat. Sie wurden von drei Männern im Bereich des Gesäßes angefasst. Einer der Frauen wurde dabei ihr Handy gestohlen.

Auch bei einem Fernsehsender meldete sich eine Frau, die von sexueller Belästigung an gleicher Örtlichkeit berichtete."

Die Frankfurter Polizei hat eine Arbeitsgruppe ("Soko Steg") gegründet, um diese und womöglich noch eintreffende Anzeigen, Zeugenaussagen und Ermittlungen zu bündeln. "Wer in dieser Nacht ebenfalls Opfer geworden ist, möge sich dringend mit uns in Verbindung setzen", sagte Wegner. "Wir glauben, es ist gut möglich, dass sich welche bisher nicht getraut haben." Polizeipräsident Gerhard Bereswill ergänzt: "Die Arbeitsgruppe arbeitet mit Hochdruck daran, die Sachverhalte aufzuklären". Im Laufe der Silvester-Nacht sei es übrigens auch zu mehreren Taschendiebstählen in Sachsenhausen und der Innenstadt gekommen, teilte die Polizei mit - gestern! Es sei den Beamten gelungen, zehn Tatverdächtige festzunehmen. Auch hier bittet die Polizei jetzt um Hinweise von Geschädigten oder Zeugen einer Tat oder eines Versuchs, die sich möglicherweise bisher nicht gemeldet haben.

Insgesamt, so die Polizei, sei nach erster Einschätzung die Dimension in Frankfurt weit von der in Köln entfernt. Trotzdem passten die Vorfälle ins Muster von gruppenweiser Bedrängung, Belästigung – Nötigung, Diebstahl. "Ob irgendetwas koordiniert oder organisiert war, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen."

Weitere Opfer oder Zeugen sollen sich möglichst umgehend bei der Polizei in Frankfurt melden. Und: Die Polizei ist auch an privaten Fotos und Videos interessiert, die bei der Identifizierung von Tatverdächtigen helfen können! Opfer, Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst (Tel. 069 / 755-53111) oder örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

(red)

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