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Noch heißt es warten: Bis die U- und Straßenbahnen im Stadtgebiet rund um die Uhr fahren, vergehen noch fast zwei Jahre.

Auf bestimmten Linien im Halbstundentakt

Auch Frankfurts U-Bahnen sollen nachts fahren

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Einen Tag nach der Ankündigung eines Nachtverkehrs bei der S-Bahn durch den RMV zieht die Stadt Frankfurt nach. Auch U- und Straßenbahnen sollen künftig zumindest am Wochenende rund um die Uhr fahren, teilte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Mittwoch mit. Bis es so weit ist, werden aber noch fast zwei Jahre vergehen.

So schnell ist eine Untersuchung wohl selten abgeschlossen worden. Am Dienstag hieß es noch, ein Nachtverkehr bei U- und Straßenbahn werde geprüft. Und schon am Mittwoch lag offenbar das Ergebnis vor. Denn Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kündigte an, die Stadt werde von Dezember 2018 an schrittweise die Bahnen auch nachts fahren lassen.

Was das bedeutet, erläuterte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) im Gespräch mit der FNP: Zunächst werde es in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag einen durchgehenden Betrieb im Halbstundentakt auf bestimmten Strecken geben. Zum Teil werde die Linienführung vom Tagesbetrieb abweichen (siehe „Info“). Dann werde man sich die Akzeptanz ansehen und den Nachtverkehr möglicherweise auch auf andere Tage ausdehnen. So sei man auch beim Nachtbusnetz vorgegangen, das ohnehin überarbeitet werden muss.

Das liegt nicht nur an der steigenden Nachfrage, sondern auch am Nachtverkehr bei der S-Bahn, den der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Dienstag angekündigt hat. Wie berichtet, soll der Betrieb schon im kommenden Dezember starten und damit ein Jahr früher als bei U- und Straßenbahn. Zunächst enden die S-Bahnen am Hauptbahnhof. Nach Abschluss der Bauarbeiten im S-Bahn-Tunnel werden sie von August 2018 an auch durch die City fahren. Dann werden unter anderem die Stationen Haupt- und Konstablerwache die ganze Nacht hindurch geöffnet sein. „Dann bietet es sich an, dort auch U-Bahnen fahren zu lassen“, meint Oesterling. Möglicherweise werde es neben der Konstablerwache künftig einen weiteren Nachtknoten am Hauptbahnhof geben. Die Details eines neuen Netzes, bei der sich Schiene und Busse ergänzen, müssten noch erarbeitet werden.

Der Nachtverkehr erforderte weder zusätzliche Strecken, noch neue Fahrzeuge, so Oesterling. Bereits mit „überschaubaren Fahrgastzuwächsen“ lasse sich der Mehraufwand finanzieren. Der Verkehrsdezernent kann sich vorstellen, dass die Nachtverbindungen nicht nur am Wochenende gefragt sind. Sie seien auch interessant für Berufstätige, die zu ungewöhnlichen Zeiten mit ihrer Arbeit beginnen. Heute sei zum Beispiel die Tramlinie 11 schon vor 4 Uhr morgens gut gefüllt.

(mu)

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