ie haben allen Grund für gute Laune: Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider und Schulleiterin Birgit Haake. In den Fenstern der Mensa-Erweiterung spiegelt sich die alte Turnhalle. Noch - sie wird 2023 abgerissen und neu gebaut. FOTO: enrico sauda
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ie haben allen Grund für gute Laune: Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider und Schulleiterin Birgit Haake. In den Fenstern der Mensa-Erweiterung spiegelt sich die alte Turnhalle. Noch - sie wird 2023 abgerissen und neu gebaut.

Nieder-Eschbach: Frankfurter Schulbau

Auf dem Weg in die sanierte Zukunft

  • Judith Dietermann
    VonJudith Dietermann
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Otto-Hahn-Schule wird für 50 Millionen Euro modernisiert und erweitert

Letzte Male stehen beim scheidenden Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU) auf der Tagesordnung. Eines davon erlebte er gestern an der Otto-Hahn-Schule. Doch statt großer Trauer gab es große Freude. Weil die 50 Millionen Euro teure Sanierung und Erweiterung der Gesamtschule sichtbar Schritt für Schritt voranschreitet. "Mit dem umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungspaket versetzt das Amt für Bau und Immobilien die Otto-Hahn-Schule in einen zukunftsfähigen Zustand", sagt er.

Es ist nicht nur ein großes, sondern vor allem auch langersehntes Projekt, das Schneider in seiner Amtszeit auf den Weg gebracht hat. Aufgeteilt ist das Projekt in Bauabschnitte, deren Auftakt temporäre Maßnahmen machten. Denn bevor die Baufahrzeuge anrücken können, müssen die rund 1400 Schüler auch weiterhin adäquat untergebracht werden. Saniert wird die Otto-Hahn-Schule nämlich im Bestand. "Dank einer guten Planung gelingt es, den Schulbetrieb auch während der Bauphase aufrechtzuerhalten", sagte Schneider (CDU) bei der Vorstellung des Mammutprojektes.

Wanderklassen sind Geschichte

Damit dies auch wirklich funktioniert, wurde bereits Anfang des Jahres die bereits bestehende, zweistöckige Containeranlage hinter der Turnhalle um ein drittes Geschoss erweitert. Zwölf statt bisher neun Klassen können nun dort unterrichtet werden. "Jede Klasse hat jetzt ihren eigenen Raum, es müssen keine Fachräume mehr besetzt werden und es gibt auch keine Wanderklassen mehr, die sich Räume teilen", sagte Schulleiterin Birgit Haake. Was jetzt noch an der Schule fehle, sei eben das Internet. Digitaler Unterricht ist so natürlich nicht möglich.

Zu mäkeln hatte die Schulleiterin sonst nichts. Warum auch, optimal laufen derzeit die Arbeiten. Dazu gehört auch die dringend benötigte Erweiterung für die Mensa, statt 60 gibt es bald schon 90 Plätze. Zudem haben die Schüler die Möglichkeit, an Tischen auf dem Schulhof zu essen. Fünf Jahre, so Schneider, soll diese Lösung Bestand haben. Bis die neue, die große Mensa fertig ist.

Bereits in den Startlöchern steht derweil die umfassende Modernisierung des Bauteils B. Ein dreigeschossiges Gebäude aus Stahlbeton aus den 1960er Jahren. Geplant ist neben der Verbesserung des energetischen Standards und der Ertüchtigung des Brandschutzes auch die Sanierung der Fassade. Wobei das charakteristische Erscheinungsbild des Gebäudes erhalten bleiben soll, wie Schneider betonte.

Im weiteren Verlauf werden Innenräume, Fenster und Dächer sowie die Haustechnik erneuert und eine mechanische Lüftung eingebaut. Allein für diese Maßnahme liegen die Kosten bei 11,5 Millionen Euro. Noch kostenintensiver wird der Neubau der Bauteile A und D werden, mit rund 27 Millionen Euro wird gerechnet. Bis 2023 soll die Bau- und Finanzierungsvorlage stehen, derzeit wird der Wettbewerb zur Objektplanung des Neubaus vorbereitet.

Jubiläum wird in alter Halle gefeiert

Mit den angestoßenen Baumaßnahmen an der Gesamtschule wird auch eine schier unendliche Geschichte, die nicht nur die Schulgemeinde, sondern auch den Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) seit über 20 Jahren regelmäßig beschäftigt, beendet: das Ringen um eine neue Turnhalle. Denn diese ist auch Teil des Projektes. Als Drei-Felder-Sporthalle für zehn Millionen Euro. 2023 soll mit dem Bau begonnen werden. Bis dahin kann die alte Halle weiter genutzt werden - auch für die Feierlichkeiten zum Stadtteiljubiläum im kommenden Jahr, wenn Nieder-Eschbach 1250 Jahre alt wird.

"Es ist schön zu sehen, dass Arbeiten vorangehen", freute sich Schulleiterin Haake. Ebenso wie der stellvertretende Ortsvorsteher Jochen Haseleu (BFF). "Es wird Zeit, dass die Schule endlich auf Vordermann gebracht wird. Zu alt, viel zu alt sind die Gebäude teilweise schon", sagt er.

judith dietermann

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