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Neue Straßenbahn für Frankfurt erstmals auf Probefahrt

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Von: Dennis Pfeiffer-Goldmann

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Erstmals im Straßenbahnnetz zu entdecken ist der neue T-Wagen bei seinen Probefahrten wie hier an der Uniklinik.
Erstmals im Straßenbahnnetz zu entdecken ist der neue T-Wagen bei seinen Probefahrten wie hier an der Uniklinik. © Verkehrsgesellschaft Frankfurt V

In Frankfurt haben Probefahrten mit dem ersten neuen Straßenbahnwagen begonnen. Er ist ein Novum seit fast 20 Jahren.

Frankfurt – Seit dieser Woche ist der neue Straßenbahnwagen vom Typ T auf Probefahrten in der Stadt Frankfurt unterwegs. Unter anderem auf die Strecken nach Schwanheim und zur Messe hat die Verkehrsgesellschaft (VGF) das Gefährt der Baureihe T geschickt.

Vor gut einem Monat war der erste von 58 bestellten T-Wagen aus dem in Barcelona ansässigen Werk von Hersteller Alstom zunächst in der Stadtbahnzentralwerkstatt in Rödelheim eingetroffen. Nun gehen die Prüfungen des Fahrzeugs vom Typ Citadis in ihre nächste Phase. Unter anderem wird bei den Fahrten durch die Stadt über sämtliche Straßenbahnstrecken geprüft, ob der T-Wagen irgendwo anstößt.

Frankfurt bekommt neue Straßenbahn: Im Liniendienst spätestens ab Dezember

Solche Test sind üblich für die Zulassung und Inbetriebnahme einer neuen Baureihe, erklärt VGF-Sprecher Bernd Conrads. Wann der neue T-Wagen der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist bisher nicht terminiert. Die ersten Fahrzeuge sollen spätestens ab dem Fahrplanwechsel im Dezember im Liniendienst rollen.

Das erste Fahrzeug mit Wagennummer 302 ist einer der 30 Meter langen T-Wagen mit 56 Sitz- und 135 Stehplätzen. 24 von denen hat die VGF bestellt. Außerdem hat die VGF 34 Fahrzeuge in einer 40 Meter langen Variante mit sogar 78 Sitz- sowie 170 Stehplätzen geordert. Die langen Wagen sollen auf den stark frequentierten Strecken nach Griesheim, Nied, Höchst, Fechenheim, Sachsenhausen und Oberrad fahren.

Neue Straßenbahn für Frankfurt: Erste neue Baureihe seit 20 Jahren

Letztmals hatte die VGF ab dem Jahr 2003 eine neue Serie an Straßenbahnwagen eingeführt: den Typ S. Dessen 74 Fahrzeuge bilden heute das Rückgrat des Tramverkehrs. Auch 38 R-Wagen aus den 1990er-Jahren sind im Einsatz. Bis zu sieben P-Wagen aus den 1970er-Jahren müssen in den Spitzenzeiten ebenfalls noch aushelfen. Sie sind allerdings nicht barrierefrei, haben Stufen.

Die P- und R-Wagen haben außerdem keine Klimaanlage. Die Einführung der neuen Baureihe fällt in ein ganz besonderes Jahr: Am 19. Mai 1872, also vor genau 150 Jahren, fuhr erstmals eine Straßenbahn durch die Stadt.

Noch fehlt ein Spitzname für die neue Straßenbahn in Frankfurt

Einen Spitznamen für die Baureihe gibt es bisher noch nicht. "Das wird unter den Straßenbahnfahrern sicher noch Thema sein", heißt es mit breitem Grinsen aus der VGF-Zentrale. So sticht zum Beispiel im Gegensatz zu den vorigen Fahrzeuggenerationen die deutlich vorne herausschauende Front ins Auge. Technisch ist das im Sinn strengerer Crash-Normen so notwendig. (Dennis Pfeiffer-Goldmann)

Ab 2027 könnte die Ringstraßenbahn durch Frankfurt rollen. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) hat dafür eine wichtige Entscheidung getroffen.

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