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Keine glückliche Entwicklung: Es geht wieder rauer zu auf und neben Frankfurts Fußballplätzen.

Fußballkreis Frankfurt

Aufruf zu Anstand und Fairplay

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Im Vereinsheim von Viktoria Preußen wurde an zwei Tagen der Ablauf der Restrunde im Kreis Frankfurt besprochen.

Recht zügig gingen die insgesamt vier Sitzungen für die sieben Spielklassen im Fußball-Kreis Frankfurt über die Bühne. In Sachen Terminabsprachen gab es auch nicht viel zu klären, da in Frankfurt im Gegensatz zu manchem Nachbarkreis fast nur am Sonntag gespielt wird. Aufgrund der schneebedingten Ausfälle am 3. und 10. Dezember endet die Winterpause für den Großteil der Vereine bereits am 18. Februar, dann werden etliche Nachholspiele absolviert (siehe rechte Spalte).

In der B-Liga 3 findet ein Spiel sogar schon am 11. Februar statt. Desweiteren wird noch Anfang März unter der Woche gekickt sowie am 1. Mai (dienstags), an dem in allen Ligen ein kompletter Durchgang stattfindet. Dafür ruht an Ostern (30. März bis 2. April) und Pfingsten (19. bis 21. Mai) der Ball. Rundenende ist am 27. Mai, die Spielzeit 2018/19 beginnt am 4./5. August. Ihr vorgeschaltet ist der Sparkassen-Cup am 28./29. Juli mit dem Endspiel am 1. August.

Für Kreisfußballwart Rainer Nagel waren die letzten beiden (ausgefallenen) Spieltage mit erheblichem Aufwand verbunden, nicht nur wegen der zahlreichen Neuansetzungen. 138 Anrufe habe er an einem Sonntag entgegengenommen, bis endlich alles geklärt war. So gelte es unter anderem, noch rechtzeitig dem Schiedsrichter abzusagen. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal auf das Prozedere verwiesen: Bis 11 Uhr sollten die Vereine den Kreisfußballwart informiert haben, da sonst der Schiedsrichter vor Ort entscheide, was bei offensichtlicher Unbespielbarkeit des Platzes aber keinen Sinn mache. Zudem reise der Gegner an, nur um sich dann unverrichteter Dinge wieder auf den Heimweg zu machen. Nagel hat im Übrigen die Leitung der A-Liga Südost übernommen, da Olaf Müller-Knapp mittlerweile im Rechtsausschuss tätig ist und der Hessische Fußball-Verband keine Doppelfunktionen sehen will. Was die ehrenamtliche Arbeit auf Kreisebene insgesamt nicht leichter macht, da „Nachwuchs“ nicht einfach zu finden ist.

Im Rahmen des Rückblicks auf die Hinrunde hatte Holger Handge für das Kreissportgericht unerfreuliche Zahlen zu verkünden. So sei die Zahl der zu bearbeitenden Fälle im Vergleich zum Vorjahr von 200 auf 280 gestiegen. Deutlich zu viele, so Handge. So habe unter anderem auch die Zahl der Tätlichkeiten deutlich zugenommen. In diesem Zusammenhang erinnerte Dietrich Stein noch einmal an den Geist der „Frankfurter Erklärung“, mit der die Vereine sich ja vor vier Jahren zu einem fairen Umgang untereinander verpflichtet hatten. „Wir sind mit der Entwicklung nicht glücklich“, sagte der Stellvertretende Kreisfußballwart: „Anstand und Fairplay gehören einfach zum Fußball.“ Eigentlich müsse doch jeder wissen, „wie man sich auf dem Sportplatz zu benehmen hat“. Handge hofft, dass dies wieder mehr ins Gedächtnis gerufen wird, „dann haben wir weniger zu tun und müssen weniger Strafen aussprechen“.

Kreisschiedsrichterobmann Mathias Lippert mahnte einmal mehr ein respektvolles Verhalten gegenüber dem Spielleiter vor, während und nach der Begegnung an, zeigte sich mit der Entwicklung in der größten Schiedsrichtervereinigung in Hessen mit über 300 Referees zufrieden.

Prominenten Besuch gab es auch an beiden Tagen: Der langjährige Pressesprecher des DFB, Harald Stenger, kehrte sozusagen zur Basis zurück und erläuterte den Vereinsvertretern Sinn und Zweck der „Schlappekicker“-Aktion der „Frankfurter Rundschau“ zur Förderung unverschuldet in Not geratener Sportler und belebte die an sich traditionelle Weihnachtssammlung von Spendengeldern unter den Fußballern zugunsten des „Schlappekicker“.

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