Ausgezeichnete Jugendliteratur

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Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und wenn er bis auf die Zugspitze führt. Eben dorthin marschiert die Hauptfigur der Kurzgeschichte „Auf Wiedersehen, Mama“ der 15 Jahre alten Autorin Christina Bartholomé.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und wenn er bis auf die Zugspitze führt. Eben dorthin marschiert die Hauptfigur der Kurzgeschichte „Auf Wiedersehen, Mama“ der 15 Jahre alten Autorin Christina Bartholomé. Die Protagonistin will allein zum Wunschgipfel ihrer verstorbenen Mutter aufbrechen, den sie zusammen mit dieser nicht mehr besteigen konnte.

48 Nachwuchsautoren zwischen zehn und 21 Jahren bewarben sich für den Jugendliteraturpreis (Julip) 2014. „Immerhin 31 mehr als im Jahr zuvor“, freute sich Veranstalter Levend Seyhan in der Zentralbibliothek. Christina beeindruckte die Jury ebenso wie Kira Jennifer Flach (13) mit der Erzählung „Unser Versprechen“ und Sarah Beicht (21) mit ihrer zwischen Suizid und Liebe angesiedelten Geschichte „Mind the Gap“.

„Ihr habt uns lachen und weinen lassen, doch bei uns Lesern viel bewirkt“, sagte die Jurypräsidentin Daria Eva Stanco.

Christina, Kira und Sarah gewannen in ihren Altersklassen den ersten Preis, der zweite ging an Alina Lemke (11), Deliah Weiß (14) und Sebastian Bechert (19) mit ihren Texten „Der Vergessensfotograf“, „Mojito“ und „Meine Odyssee“. Den dritten Platz belegten Svenja Emmerich (13), Nicolas Frederic Sturm (17) und Fatma Cevik (21) mit den Geschichten „Das Geistermädchen“, „Die Symphonie des Lebens“ und „Westküste“. Außerdem wurden, unterstützt von 15 Partnern, Sonder- und Ehrenpreise an weitere Jungautoren und verschiedene Schulen in und um Frankfurt vergeben, die ihre Schüler zum Schreiben ermuntert hatten.

„Wir hatten mit allen Texten viel Spaß, manche haben uns aber mit der Botschaft ihrer Autoren besonders angesprochen“, betonte Jannis Plastargias, der die Preisvergabe mit Fabian Stanco und dem Klassikduo „Violin Duo Divites“ begleitete. „Ich schreibe seit einigen Jahren, hätte aber nicht gedacht, dass ich einmal den ersten Preis gewinne“, freute sich Kira. Bei ihr löst die Hauptfigur nach dem Tod der besten Freundin das gemeinsame Versprechen ein, weiter im Leben zu kämpfen. „Ich habe bislang noch keinen nahe stehenden Menschen verloren“, sagte Christina. Aber sie wandert gern und kam so auf das Motiv der Bergbesteigung, um den letzten Wunsch einer verstorbenen Mutter zu erfüllen.

Die Julip-Anthologie mit 45 Geschichten soll in wenigen Tagen im Buchhandel erhältlich sein. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter der Adresse .

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