"Campussign" heißt dieser Entwurf mit um einen Turm angeordneten Ausstellungsflächen in Boxen (blau). In einer weiteren Box (grün) soll ein Café entstehen. Aufgabe des Wettbewerbs für Architekturstudenten war es, ein Informationszentrum zu entwerfen, in dem Besucher erfahren, was die Campusmeile ist und was entstehen soll.
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"Campussign" heißt dieser Entwurf mit um einen Turm angeordneten Ausstellungsflächen in Boxen (blau). In einer weiteren Box (grün) soll ein Café entstehen. Aufgabe des Wettbewerbs für Architekturstudenten war es, ein Informationszentrum zu entwerfen, in dem Besucher erfahren, was die Campusmeile ist und was entstehen soll.

Campusmeile im Nordend

Ein Aussichtsturm für den Alleenring

  • Matthias Bittner
    vonMatthias Bittner
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Frankfurts Hochschulen werden sich in einem Informationszentrum auf dem Alleenring vorstellen. Studenten präsentierten nun ihre Ideen für einen Aussichtsturm.

Die 2,5 Kilometer lange Campusmeile zwischen Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) und Campus Westend könnten Menschen ohne Höhenangst bald von einem Aussichtsturm überblicken. Studierende von Professor Jean Heemskerk, Prodekan des Fachbereichs Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik an der UAS, haben sich im Rahmen des Wettbewerbs "Campus Sign" damit beschäftigt. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 3 (Nordend) wurden vier Arbeiten ausgezeichnet und vorgestellt.

Der Turm ist Teil eines Infozentrums, das seinerseits ein Baustein zur Campusmeile sein soll. Darin können sich Besucher über die geplante Campusmeile informieren und erfahren, was geplant ist. Auch die beteiligten Institutionen - UAS, Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt School of Finance & Management und Goethe-Universität- sollen Platz haben, um sich zu präsentieren.

Entstehen soll das Infozentrum auf dem Mittelstreifen in der Nibelungenallee nahe der Eckenheimer Landstraße. Laut Heemskeerk ist der Aussichtsturm nur eine Option. "Wir müssen das Projekt ja finanziert bekommen", sagte er mit Blick auf die Kosten - von 100 000 Euro bis zu einer halben Million sei alles vorstellbar.

Café in der Box

In dem Punkt ist der Entwurf "Campussign" von Lisa-Marie Pätzold und Frithjof Mohr im Vorteil. Denn die Ausstellungsflächen befinden sich nicht im Turm. Um die 22 Meter hohe Stahlkonstruktion, die vertikal begrünt werden könnte, werden quadratische Boxen gruppiert - jede der vier Institutionen entlang der Campusmeile kann "eine davon frei bespielen", wie Pätzold sagt. In einer weiteren Box gibt es ein Café, dort sind auch Toiletten untergebracht. Ihr Konzept beschreiben die beiden als abstrahierte Darstellung der Campusmeile und der dortigen Institutionen.

Als Neuinterpretation der Warttürme sehen Robert Grünewald, Darleen Dietrich, Eva Hoffmann ihren Entwurf. "Warte 2.0" soll für die Campusmeile ebenso identitätsbildend sein wie die Wehrtürme für die Bewohner in den jeweiligen Stadtteilen. Wegen seiner rautenförmigen Fassadenkonstruktion ähnelt das Gebäude einem Gerippten, aus dem die Frankfurter traditionell Apfelwein trinken. Der Turm soll allerdings weiter westlich unmittelbar an der Frankfurt School of Finance & Management stehen.

Weil der Entwurf "durch-aus-ein Blick" von Nadine Holzdörfer, Marie Fichtner und Henna Tiihonen keine Fassade hat, kann man von allen Seiten durch das aufs Wesentliche reduzierte Bauwerk hindurch blicken. Auf unterschiedlichen Etagen entstehen Ausstellungsräume. Von der Aussichtsplattform ist ein 360-Grad-Blick möglich. Höhepunkt sind beleuchtete vertikale Elemente, mit deren Hilfe der 22 Meter hohe Turm nachts illuminiert werden kann.

Eine ungewöhnliche wellenförmige Form kennzeichnet das Projekt "Wave" von Malin Meister, Clara Feigl, Chiara Casale. Die Form ist dem Standort auf dem schmalen Grünstreifen direkt an der Kreuzung Nibelungenallee/Eckenheimer Landstraße geschuldet. "Dort ist er gut sichtbar. Autos fahren um den geschwungenen Turm", sagte Meister. Verkleidet ist das 22 Meter hohe Bauwerk mit weißen Platten. Auf vier der sechs Etagen gibt es Ausstellungsflächen.

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