In Türkei inhaftierter Journalist

Autokorso für Deniz Yücel in Frankfurt

Mit einem Autokorso haben Unterstützer ihre Solidarität mit dem in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel bekundet. Knapp 70 Wagen nahmen laut Polizei in Frankfurt an der Kundgebung teil.

Mit einem Autokorso haben Unterstützer ihre Solidarität mit dem in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel bekundet. Knapp 70 Wagen nahmen laut Polizei in Frankfurt an der Kundgebung teil. Die Initiative #FreeDeniz hatte am Dienstag in rund zehn Städten zu Autokorsos aufgerufen.

Am Samstag hatte es bereits in seiner Heimatstadt Flörsheim am Main einen Autokorso mit mehr als 150 Fahrzeugen gegeben. Am Sonntag fuhr eine Wagenkette für die Entlassung Yücels durch Berlin.

Der „Welt”-Korrespondent sitzt - nach knapp zwei Wochen in Polizeigewahrsam - seit Montag in der Türkei in Untersuchungshaft. Dem 43-Jährigen werden „Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung” vorgeworfen.

An der Frankfurter Demo nahm auch seine Schwester Ilkay teil. Sie hofft, dass durch solche Aktionen „die Öffentlichkeit auf den Fall aufmerksam wird”. Ihrem Bruder gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte sie: „Noch ist er stark.” Die Route führte zum türkischen Generalkonsulat. In den Windschutzscheiben lagen Plakate mit Slogans wie „Erdogan weghupen” oder „Journalismus ist kein Verbrechen”.

Auch drei hessische Landtagsabgeordnete mit türkischen Wurzeln - Mürvet Öztürk (Grüne), Handan Özgüven und Turgut Yüksel (beide SPD) - setzen sich für Yücel ein. Sie seien „bestürzt” über die Untersuchungshaft, sagten sie in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung. „Wir erwarten, dass Yücel ein fairer Prozess gemacht wird, der rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht”.

(dpa)

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