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Über 400 Strafanzeigen: Polizei zieht erste Bilanz ihrer Bahnhofsviertel-Initiative

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Von: Lucas Maier

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Die Probleme im Bahnhofsviertel in Frankfurt häufen sich. Polizei und Stadt wollen das ändern. Und ziehen eine erste Bilanz.

Frankfurt – Offener Drogenkonsum, Wohnungslosigkeit und Verkauf von Rauschmitteln: Das Bahnhofsviertel in Frankfurt stellt Stadt und Behörden vor große Herausforderungen. „Der Multiproblemlage im Bahnhofsgebiet kann nur gemeinsam nachhaltig begegnet werden“, sagte Polizeipräsident Stefan Müller kürzlich in einer Stellungnahme zu der Situation vor Ort.

Seit Mitte September dieses Jahres hat die Polizei ihre Präsenz im Frankfurter Problemviertel deutlich erhöht. Erklärtes Ziel der Ermittler ist es, „die negativen Entwicklungen der Drogen- und Straßenkriminalität“ zu bekämpfen.

Bahnhofsviertel in Frankfurt: Über 400 Strafanzeigen

Im Zuge der vermehrten Polizeieinsätze sei auch die Anzahl der Maßnahmen im Bahnhofviertel gesteigert worden, schreibt die Polizei Frankfurt. Gezielte Schwerpunktkontrollen, Fußstreifen und Standposten an neuralgischen Punkten gehören seitdem ebenso zum Programm der Beamten, wie Platzverweise und einzelne Personenkontrollen.

„Die Frankfurter Polizei wird weiterhin konsequent, zielgerichtet und mit Nachdruck gegen Straftäter im Frankfurt Bahnhofsgebiet vorgehen und so den berechtigten Sorgen der Anwohner und ansässigen Gewerbetreibenden Rechnung tragen. Die zum Teil menschenunwürdigen Zustände im öffentlichen Raum können nur mit ganzheitlichen Bekämpfungsstrategien beseitigt werden“, so Polizeipräsident Müller über die erhöhte Präsenz der Ermittler im Frankfurter Problembezirk.

Frankfurt Bahnhofsviertel: Polizei greift mit neuer Initiative durch und zieht erste Bilanz.
Frankfurt Bahnhofsviertel: Polizei greift mit neuer Initiative durch und zieht erste Bilanz. (Archivbild) © Boris Roessler/dpa

Frankfurt: Situation im Bahnhofsviertel beschäftigt auch die Politik

„Ich habe von meinem Vorgänger eine große Anzahl völlig ungelöster Herausforderungen übernommen – die größte ist der unhaltbare Zustand rund um den Hauptbahnhof“, sagte Stadträtin Annette Rinn, Dezernentin für Ordnung, Sicherheit und Brandschutz, in einer Mittelung der Stadt zur Situation im Bahnhofsviertel.

Es seien bereits vielfältige Lösungsansätze auf den Weg gebracht worden, so Rinn weiter. Eine konkrete Maßnahme sei insbesondere, dass die Stadtpolizei nun die Reinigungstrupps der FES im Bahnhofviertel von Frankfurt begleite, schütze und unterstütze. (Lucas Maier)

Vor kurzem bestellte ein Mann im Bahnhofsviertel in Frankfurt eine Cola und wurde anschließend vom Kellner verprügelt.

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