Volksbank-Überfall

Bankräuber weiter auf der Flucht - Polizei bittet um Hinweise

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Nach dem Überfall auf eine Bankfiliale in der Frankfurter Innenstadt fahndet die Polizei weiter nach dem Täter. Der Mann, der 40 bis 50 Jahre alt sein soll, ist möglicherweise am Dienstagmittag mit einem Taxi aus der Innenstadt geflüchtet.

Die Geschäftsräume der Volksbank an der Börsenstraße waren am Dienstagmittag abgesperrt. Bankmitarbeiter vertrösteten die Kunden vor dem rot-weißen Polizei-Flatterband. Dass der Grund für die vorübergehende Schließung der Filiale ein Raubüberfall war, verrieten die Angestellten aber nicht.

Gegen 11.30 Uhr hatte ein 40 bis 50 Jahre alter Mann die großzügigen Erdgeschossräume der zentral gelegenen Bankfiliale betreten. Er war unmaskiert, trat an einen Mitarbeiter heran und gab diesem einen Zettel. Auf dem stand, dass er bewaffnet sei und nun Geld wolle. Ob der Bankräuber bluffte oder tatsächlich eine Waffe dabei hatte, ist noch nicht klar. Denn der Bankangestellte ließ es lieber nicht darauf ankommen, sondern gab dem Mann das geforderte Bargeld und alarmierte dann die Polizei.

Die Beamten rückten sofort mit einem Spezialeinsatzkommando an. Doch der Täter war bereits verschwunden. Er soll zu Fuß Richtung Freßgass’ geflohen sein, teilte die Polizei später mit. Vielleicht habe er dort ein Taxi genommen.

Die Fahndung läuft

weiterhin, blieb jedoch bis Mittwochmorgen erfolglos. Nun hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung, die jede Dienststelle entgegennimmt.

Gesucht wird ein etwa 1,70 Meter großer Mann mit südländischem Erscheinungsbild. Er soll 40 bis 50 Jahre alt sein, hat dunkle Haare und einen Dreitagebart. Während der Tat war er dunkel gekleidet und hatte eine Umhängetasche dabei.

Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Wie viel Geld der unbekannte Mann erbeutet hat, verrät die Polizei nicht. „Dazu sagen wir in solchen Fällen grundsätzlich nichts. Denn wir wollen möglichen Nachahmungstätern keine Informationen liefern“, erklärt die Polizeisprecherin Isabell Neumann. Auch die Frankfurter Volksbank wollte zur Höhe des Schadens keine Angaben machen.

Nach dem Überfall versammelten sich die Volksbank-Filialmitarbeiter in einem großen Kundenraum hinter dem Absperrband. Sie sprachen lange miteinander, auch Polizeibeamte waren am Anfang noch mit dabei. Später rückte die Polizei ab. Der Vorraum, in dem die Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker stehen, blieb die ganze Zeit über geöffnet. Da sich dort neugierige Bankkunden und Passanten tummelten, schoben Angestellte Stellwände an die Glastüren, um Blicke und Smartphone-Fotokameras abzuwehren.

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