Ein Basar für die gute Sache

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Mit einem Bücherbasar will die Frankfurter Aktionsgruppe des Hilfswerks Plan International Geld für den guten Zweck sammeln. Dafür kommen die Helfer erstmals nach Oberrad. Und sie können sich gut vorstellen, zu bleiben.

Wer noch Platz in seinem Bücherregal hat, auf der Suche nach ein bisschen Literatur für den nächsten Urlaub ist oder schlicht noch nicht weiß, wie er am Sonntag, 15. März, seinen Nachmittag verbringen soll, ist an diesem Tag im evangelischen Gemeindezentrum, Wiener Straße 23 / Melanchthonplatz gut aufgehoben. Dann organisiert die Frankfurter Aktionsgruppe des Kinderhilfswerks Plan International nämlich einen Bücherbasar. Angeboten werden sollen auch Kinderspiele, CDs und DVDs. Der Basar wird erstmals in Oberrad organisiert. „Wir machen jedes Jahr zwei Basare, einen immer in der Wetterau, und mit dem zweiten waren wir zuletzt in Offenbach“, berichtet Irmgard Neumann von der Frankfurter Aktionsgruppe des Hilfswerks.

In Offenbach habe das Angebot allerdings nicht wie gewünscht funktioniert, und die Aktionsgruppe war auf der Suche nach einer neuen Lösung. „Da ich selbst in Oberrad wohne, bin ich einfach mal bei der Gemeinde vorbei gegangen und habe gefragt“, berichtet Neumann. Und die war bereit, den Helfern entgegenzukommen. „Sie haben es in den Gemeindebrief aufgenommen, und wir bekommen den Raum zu vergünstigten Konditionen.“ Gerade Letzteres ist wichtig für die Arbeit der Helfer. Schließlich soll der Erlös des Bücherbasars zu 100 Prozent einem guten Zweck zufließen, und jeder Euro, der für den Raum ausgegeben werden muss, geht verloren.

„Auf einen günstigen Raum sind wir angewiesen, sonst bleibt nichts mehr hängen“, sagt Neumann. Der Erlös des Verkaufs kommt dem Hilfsprojekt „Guinea – Mädchen vor Beschneidung schützen“ zugute. Noch immer werden Mädchen in manchen Teilen der Welt grausam verstümmelt. „Das hat nichts mit irgendeiner Religion zutun, es ist einfach eine Tradition“, berichtet Neumann. Die Frankfurter Aktionsgruppe des Hilfswerks hat sich die Unterstützung dieses Projekts auf die Fahnen geschrieben.

In den kommenden Tagen will Neumann im Stadtteil noch einmal kräftig die Werbetrommel für den Bücherbasar rühren. Mit Flugblättern sollen möglichst viele Interessierte ins Gemeindezentrum gelockt werden.

Eine günstige Gelegenheit, um sich mit neuem Lesestoff einzudecken, ist der Basar allemal. Taschenbücher wird es zum Preis von zwei Euro geben, Hardcover für drei Euro. „Der Schwerpunkt wird auf neuer Literatur der vergangenen zehn Jahre liegen. Die Klassiker bekommen wir einfach nicht los. Was gut geht, sind Krimis“, weiß Neumann.

Die Bücher bekommen die Helfer von Freunden, Verwandten und Unterstützern. Wer selbst Platz in seinem Bücherregal schaffen möchte, kann sich vor dem 15. März noch bei der Aktionsgruppe melden. Wird die Premiere des Bücherbasars in Oberrad ein Erfolg, wollen die Organisatoren dem Stadtteil gerne treu bleiben und auch die kommenden Basare in Oberrad organisieren.

Mehr Infos zur Aktionsgruppe gibt es unter www. frankfurt.plan-aktionsgruppen.de im Internet oder bei Ingrid Neumann unter Telefon (0 69) 83 75 16.

(göc)

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