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Iva Batistic lässt den Betrachter in ihren Fotos aus ungewöhnlichen Perspektiven auf Bornheim blicken.

Alltagsleben im Fokus

Iva Batistic zeigt Bornheim aus besonderen Perspektiven

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Mit dem Smartphone fotografiert Iva Batistic Alltägliches auf den Straßen Bornheims. 20 ihrer Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind aktuell in einer Ausstellung zu sehen.

Nicht in Gedanken versunken, sondern mit wachem Blick läuft Iva Batistic (37) durch die Bornheimer Straßen. Sie hält Ausschau nach dem Alltäglichen und fängt es fotografisch ein – mit ihrem Smartphone. Dabei sucht sie die besondere Perspektive, arbeitet mit Spiegelungen, Licht und Schatten, macht Unscheinbares sichtbar.

"Bornheimer Streetphotography“ (Straßenfotografie) lautet der Titel der Ausstellung in den Räumen der Stadtteilbibliothek in der Arnsburger Straße 24. Noch bis zum 4. März werden dort 20 ihrer Arbeiten gezeigt, die alle ein quadratisches Format haben und in Schwarz-Weiß sind.

Der Fotografie widmet sich Iva Batistic bereits seit ihrer Jugend, zunächst noch in analoger Technik. „Damals habe ich meine Fotos ganz klassisch im Badzimmer bei meinen Eltern entwickelt“, erinnert sie sich. Mittlerweile entstehen ihre Aufnahmen mit digitaler Technik, auf eine Bearbeitung verzichtet sie. Statt auf ihre Spiegelreflexkamera zu setzen, greift sie für die Straßenfotografie gerne auf ihr Smartphone zurück.

Ihre Schwarz-Weiß-Aufnahmen referieren auf frühere Jahrzehnte, vor allem auf klassische Straßenfotografie der 30er bis 50er Jahre. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Fotokünstler wie Robert Doisneau (1912 – 1994) oder Henri Cartier-Bresson (1908 – 2004), die beide in Paris wirkten. Besonders beeindruckt ist Batistic aber, wie sie im Gespräch erzählt, von der bis vor einigen Jahren noch unbekannten Fotokünstlerin Vivian Maier (1926 – 2009), die das Leben in New York in den 50er Jahren einfing.

Paris und New York sind der Bornheimerin ebenfalls nicht unbekannt. Während eines Aufenthalts in der US-amerikanischen Metropole im Jahr 2010, rückte die Straßenfotografie in den Fokus ihrer künstlerischen Arbeit. In New York kam sie in Kontakt mit Künstlern, Schauspielern und Musikern, fotografierte diese bei der Arbeit.

Die ausgebildete Konferenzdolmetscherin ist im Stadtteil aufgewachsen. Sie arbeitet hauptberuflich als Übersetzerin, die Fotografie läuft bisher noch nebenbei. Seit Anfang 2016 zeigt Batistic ihre Werke unter „limpcassidy79“ auf Instagram, sie ist dort auch im weltweiten Austausch mit Fotografen.

Die Ausstellung in der Stadtteilbibliothek Bornheim kann dienstags bis freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr besichtigt werden.

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