ABG Holding

Bauantrag für Romantikmuseum noch im Mai

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Ende dieses Monats will die Frankfurter ABG Holding den Bauantrag für das Romantikmuseum stellen. Läuft alles nach Plan, könnte das Projekt 2018 vollendet sein.

Es soll ein Kulturensemble werden: Das Goethehöfe genannte Projekt der städtischen ABG Holding am Großen Hirschgraben umfasst nicht nur das Romantikmuseum, sondern auch den Cantate-Saal, den Spielort der „Fliegenden Volksbühne“ von Michael Quast sowie Wohnungen. Am 31. Mai feiert die Volksbühne ihr (vorläufiges) Abschiedsfest.

Für morgen Nachmittag hat die ABG zu einer Pressekonferenz eingeladen. An ihr nimmt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) teil. Er war gemeinsam mit seiner Vorgängerin Petra Roth (CDU) ein früher Unterstützer des Projekts. Bei der Pressekonferenz zugegen sind zudem Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) und Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU). Auch die Bauherren, ABG-Geschäftsführer Frank Junker und Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, werden sprechen.

Um die Finanzierung des Projektes wurde lange gerungen: Nun wird das Romantikmuseum im Zusammenspiel von Bund, Land, Stadt und privaten Förderern verwirklicht. Insgesamt 16 Millionen Euro wird der Bau des Museums kosten: Das Land gibt vier Millionen Euro, der Bund und das Hochstift steuern denselben Betrag bei; Bürger und Mäzene haben bisher 2,2 Millionen Euro an Spenden aufgebracht. Die Stadt hat in den Haushaltsjahren 2015 und 2016 jeweils 900 000 Euro bereitgestellt.

Das Deutsche Romantikmuseum wird nach dem Entwurf des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler entstehen. Sein Entwurf schließt den Erhalt des Rosengartens mit ein, zu dem sich der Gartensaal von Goethes Elternhaus öffnet. Den städtebaulichen Gesamtentwurf, den Bau der Wohnungen und die Integration des denkmalgeschützten Cantate-Saals verantworten die Architekten Landes + Partner. Beide Architekturbüros bilden eine Planungsgemeinschaft. Das Architekturkonzept der „Goethehöfe“ neben den dann zwei Museen soll eine Brücke zwischen zeitgenössischer Architektur und den kulturhistorischen Spuren der Vergangenheit schlagen. Nach der Fertigstellung wird auch die „Fliegende Volksbühne“ wieder in den Cantate-Saal einziehen.

Das Freie Deutsche Hochstift besitzt eine große Sammlung romantischer Schriftstücke, Novellen und Zeichnungen. Viele Objekte dieser Epoche sind der Öffentlichkeit derzeit nicht zugänglich.

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