+
Die Stadt Frankfurt treibt unbeirrt die Pläne zum Bau eines neuen Stadtteils auf beiden Seiten der A 5 mit 12 000 Wohnungen voran.

Grundstücke

Baugesellschaft ABG kauft Land für geplanten Frankfurter Stadtteil

Noch ist die Entscheidung über den neuen Frankfurter Stadtteil an der A 5 nicht gefallen - doch die städtische Wohnungsbaugesellschaft sichert sich bereits die ersten Grundstücke. Ist das ein Zeichen?

Die Stadt Frankfurt hat sich ein wichtiges Grundstück für das geplante Neubaugebiet entlang der Autobahn 5 gesichert. Ein Sprecher des Planungsdezernats bestätigte am Mittwoch, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG einen bedeutenden Teil des Geländes im Nordwesten der Stadt angekauft habe. Das 7,4 Hektar große Areal liegt nach Angaben von ABG-Geschäftsführer Frank Junker östlich und westlich der Autobahn. Angaben zum Kaufpreis machte er jedoch nicht. Mit dem Verkäufer sei darüber Stillschweigen vereinbart worden. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte zuvor über das Grundstücksgeschäft berichtet.

"Damit kommt die Entwicklungsmaßnahme einen erheblichen Schritt weiter", sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Der Kauf ist nach Angaben seines Sprechers kein Vorgriff auf die noch ausstehende Entscheidung, wie der geplante Stadtteil gestaltet werden soll. "Der Flächenkauf ist losgelöst von den Untersuchungen zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme zu sehen", sagte er. Gleichwohl halte die Stadt weiterhin an dem für sie wichtigen Projekt fest.

"Wir haben nunmehr Grundstücksflächen erworben, auf denen wir bezahlbaren Mietwohnungsbau errichten werden im Gegensatz zu anderen Investoren, die dort sicherlich teure Eigentumswohnungen bauen würden", sagte Junker. Das Vorgehen sei ein "ganz normaler Vorgang im Rahmen der Projektentwicklung".

Die Stadt plant östlich und westlich der Autobahn zwischen der Nordweststadt und Steinbach (Hochtaunuskreis) einen neuen Stadtteil mit rund 10 000 Wohnungen, um auf die große Wohnungsnachfrage zu reagieren. Die angrenzenden Städte, darunter Oberursel und Bad Homburg, stehen dem Projekt ablehnend gegenüber. Sie fürchten, von der rasant wachsenden Stadt Frankfurt in ihrer Bedeutung zurückgedrängt zu werden.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare