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Stark am Klavier: Auch die talentierte Gymnasiastin Jeanette Dao wird vom Zonta Club unterstützt.

Zonta Club unterstützt leistungsstarke Schülerinnen

Begabte Mädchen fördern

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Großes Talent, große Förderung: Der Zonta Club Frankfurt, der sich für die Rechte von Frauen einsetzt, vergab am Freitag elf Stipendien an leistungsstarke Schülerinnen.

Musik, Fremdsprachen, Informatik, Biologie – der Zonta Club Frankfurt, der sich für die Rechte und die Förderung von Frauen einsetzt, sieht Begabungen in vielen Bereichen als preiswürdig an. Im Gymnasium Riedberg vergab der Club am Freitag zum sechsten Mal elf Stipendien an seine „Zontalente“, das heißt Mädchen zwischen elf und 17 Jahren, deren Fähigkeiten besonders herausstechen. Alle ausgezeichneten Schülerinnen besuchen das Gymnasium Riedberg, die Robert Koch-Realschule (Höchst) oder die Schillerschule (Sachsenhausen).

„Es ist jedes Mal eine große Freude, zu sehen, wie viele begabte Mädchen es gibt“, betonte die Zonta-Präsidentin Dr. Caroline Willeke bei der Verleihung. Das Ziel der Stipendienvergabe bestehe darin, begabte Mädchen so zu fördern, dass sie ihre eigenen Talente besser erkunden könnten. „Das stärkt auf besondere Weise das Selbstbewusstsein“, so Willeke.

Die Stipendien im Gesamtwert von 8450 Euro bestehen daher in der Finanzierung individueller Wünsche. Voraussetzung für ein Stipendium sind neben ausgeprägten künstlerischen, naturwissenschaftlichen oder sprachlichen Talenten auch besondere schulische Leistungen und entsprechende Bewerbungen beim Zonta Club, die in der Regel von Lehrern initiiert werden.

Insgesamt unterstützte der Zonta Club Frankfurt, dessen weltweiter Organisation rund 30 000 Frauen angehören, bislang 47 Mädchen aus der Mainmetropole mit 44 200 Euro.

Die 15-jährige Alara, die sehr gut schreiben kann und Wirtschaftsjournalistin werden möchten, erhielt auf diese Weise 1000 Euro für eine Fotokamera. „Ich finde es sehr wichtig, die Menschen über verschiedene Themen zu informieren. Im Zeitalter der Globalisierung ist Austausch notwendig“, erklärte Alara: „Es sollte alles Wissen für alle zugänglich gemacht werden.“ Mit der Kamera wolle sie ihr Medienwissen vergrößern und dafür sorgen, „dass meine Fotos für meine Texte sprechen“.

Ebenfalls für ihr Schreibtalent ausgezeichnet wurde die zwölfjährige Alina: Sie erhielt 600 Euro für einen Schreibkurs mit professioneller Begleitung. „Das Schreiben ist für mich besonders, weil man richtig viel ausdrücken und verschiedene Stimmungen einfangen kann. Mit guter Literatur sieht man ins Herz hinein“, sagte Alina, die sich zur Schriftstellerin entwickeln möchte und bisher am liebsten Fantasie-Geschichten aufschreibt.

Dr. Gertrud Traud, Schirmherrin des „Zontalente“-Projekts und Chefvolkswirtin der Hessischen Landesbank, wies die Preisträgerinnen aber auch darauf hin, dass ein

Talent auch Verantwortung

mit sich bringe. „Ein Talent ist ein Geschenk, aus dem man etwas machen kann. Man sollte dankbar dafür sein“, so Traud. Wer Talent verschwende, obwohl er Unterstützung und Förderung erfahre, nehme Dritten etwas weg.

Weitere Informationen zu den Projekten des Zonta Club Frankfurt gibt es im Internet unter .

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