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Bei der Parteijugend liegt Wiesmann vorne

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Von: Thomas Remlein

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Das Votum der Jungunionisten am Ende ihrer Veranstaltung im Latin Palace Changó, einer Discothek im Bahnhofsvierte. Es ist allerdings nur eine Momentaufnahme. FOTO: JU
Das Votum der Jungunionisten am Ende ihrer Veranstaltung im Latin Palace Changó, einer Discothek im Bahnhofsvierte. Es ist allerdings nur eine Momentaufnahme. © JU

Alt-Oberbürgermeisterin Petra Roth rockt die Veranstaltung und fordert "neue Wege"

Frankfurt. In dem Duell zwischen den beiden Kandidaten um den Vorsitz der Frankfurter CDU hat es bei einer Veranstaltung der Jungen Union (JU) ein erstes Stimmungsbild gegeben: Die rund 70 Teilnehmer einer Veranstaltung der Jungen Union votierten mit 59 Prozent für Bettina Wiesmann und 41 Prozent für Uwe Becker. Das ist allerdings nur eine Momentaufnahme, die keine Rückschlüsse auf das Votum der rund 300 Köpfe zählenden Kreisdelegiertenversammlung am 12. März zulässt.

Die JU stellt nach Angaben ihres Vorsitzenden Leopold Born bei diesem Parteitag zwischen 25 und 30 Delegierten. Das bedeutet, dass nur ein Teil der JU-Mitglieder vom vergangenen Samstag auch am Parteitag abstimmen darf. Insgesamt hat die JU knapp 1000 Mitglieder. Corona bremste den Mitgliederzuwachs.

Born lobte im Nachgang auch das vom Ehrenvorsitzenden Udo Corts erarbeitete Personaltableau, bei dem die JU prominent vertreten sei. So sei das JU-Mitglied Yannik Schwander als stellvertretender Parteivorsitzender vorgeschlagen, er, Born, als Schriftführer.

Großen Eindruck auf die Jungunionisten machte der Auftritt von Alt-Oberbürgermeisterin Petra Roth, welche die jetzige Situation als "nicht neu" bezeichnete. Sie ermunterte den Parteinachwuchs, neue Wege zu gehen, aber auch Verantwortung zu übernehmen. Die CDU habe vormals mit dem Frankfurter Weg in der Drogenpolitik neue Akzente gesetzt. Die 77-Jährige war von 1992 bis 1995 selbst CDU-Kreisvorsitzende und mit dem Konzept einer "modernen Partei der vorausgeahnten Zukunft" (Frankfurter Neue Presse, 10. Februar 1992) erfolgreich. 1995 gewann sie die Oberbürgermeisterwahl und blieb bis 2012 im Amt.

An der Veranstaltung der JU konnten alle interessierten Mitglieder teilnehmen, sie wurde auch im Netz übertragen. Mitglieder der Jungen Union kritisierten, dass bei den drei anderen offiziellen Parteiveranstaltungen (eine war vergangene Woche) nur Parteitagsdelegierte zugelassen waren und keine digitale Übertragung für die CDU-Mitglieder stattfindet.

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