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Angel Flukes (von links), Yasmin Sidibe und Viviana Grisafi machen nicht nur mit dem FSV-Schal im Volksbank-Stadion eine gute Figur, sondern auch, wenn sie für die Gäste des Neujahrsempfangs singen.

Neujahrsempfang der Kicker

Beim Feiern ist der FSV erstklassig

Wenn er doch nur so spielen würde, wie er feiern kann. Dann wäre der FSV Frankfurt ein Champions-League-Aspirant und würde nicht im Mittelfeld der Dritten Fußballliga herumdümpeln, das hat der Club

Wenn er doch nur so spielen würde, wie er feiern kann. Dann wäre der FSV Frankfurt ein Champions-League-Aspirant und würde nicht im Mittelfeld der Dritten Fußballliga herumdümpeln, das hat der Club am Bornheimer Hang bei seinem jüngsten Neujahrsempfang mal wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Nicht nur die Künstler auf der Bühne, auch die Gäste hatten viel Format. Unter ihnen im VIP-Bereich in der Haupttribüne des Volksbank-Stadions waren auch Oberbürgermeister Peter Feldmann , Radio-Moderatoren-Legende Werner Reinke und Sportdezernent Markus Frank sowie Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler – ein eingefleischter FSV-Fan.

Für musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem Viviana Grisafi aus Offenbach, die 2015 bei der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ Zweite wurde, und die Frankfurterin Yasmin Sidibe , die bei der jüngsten Staffel von „The Voice of Germany“ bis ins Halbfinale kam. Außerdem kam noch Pop-Tenor Silvio D’Anza fürs große Finale, bei dem auch Bauchredner Frank Lorenz mit seiner Affenpuppe Charly mit von der Partie war.

Für Gänsehautmomente auf der Bühne sorgte an diesem gelungenen Abend aber vor allem die hübsche Sängerin Angel Flukes . Sie hatte vor wenigen Wochen Poptitan Dieter Bohlen , Victoria Swarovski und Bruce Darnell , die Jury von „Das Supertalent“, überzeugt und diese Casting-Show gewonnen. Nun begeisterte die 28-Jährige, die in England und auf Mallorca wohnt, die vielen hundert Gäste. Arsenal-Fan Angel Flukes, die vom Frankfurter Ronnie Meister gemanagt wird und am Wochenende zum ersten Mal in der Mainmetropole war, nimmt zurzeit ihre erste Platte auf.

Während die junge Frau, die im September ihren Verlobten heiraten möchte, mit ihrem Gesang mitriss, erntete Stefan Kuntz , ehemaliger Nationalspieler und Ex-Boss beim 1. FC Kaiserslautern, für seine Rede viel Applaus – vor allem von FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger . „Stefan, das war eine tolle Rede“, sagte Krüger kurz nach der Ansprache und kurz bevor er Kuntz ein FSV-Trikot schenkte.

Was hatte Kuntz so wundervolles gesagt? Der Europameister von 1996 und jetzige U-21-Nationaltrainer hatte Krüger aus der Seele gesprochen, indem er die vielen Besserwisser erwähnte, „die es in unserem Job gibt“, so Kuntz, der auch etliche Stationen als Trainer und Funktionär erlebt hat. „Aber auf tausend Besserwisser kommt nur ganz selten ein Bessermacher“, sagte Kuntz. Deshalb sei sein Tipp an alle, die in solchen Positionen sitzen, in denen sie es „sowieso nie jedem Recht machen können“, sie sollten sich nicht entmutigen lassen, „sondern mit Idealismus an ihren Aufgaben weiterarbeiten“.

Kuntz, selbst schon Großvater, erzählte zudem viel von seiner Großmutter und ihren Weisheiten wie „Bub, alles hat seine Zeit“ oder „Du musst eine Tür ganz zumachen, damit eine andere aufgeht“ oder „Junge, der liebe Gott hat dir eine Aufgabe in deinem Leben mitgegeben, und das ist die schwierigste, du musst mit dir klarkommen und zwar nur mit dir“. „Oma war richtungsweisend für mein Leben“, so der 54-Jährige, der gleich zu Beginn seiner Ansprache sagte, „ich habe vorschnell zugesagt, als Clemens anrief und mich bat, beim Neujahrsempfang zu sprechen“ und er habe lange überlegt, über was er reden sollte.

So erzählte er Laura Wontorra , der Tochter von Sportmoderator Jörg Wontorra , die durch das Programm führte, dass ihm die neue Aufgabe als Nationaltrainer „riesig Spaß macht“. Es sei an der Zeit gewesen, „etwas anderes zu machen“, spielte Kuntz auf seine Zeit als Vorstandsvorsitzender in Kaiserslautern an. Notfalls könnte der 54-Jährige das Festtagsreden zu seiner Profession machen. es

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