+
Anton Le Goff (Maya Wolff, Mitte) kredenzte den US-Amerikanerinnen Ellen Harrington (links) und Gayle Tufts (rechts) das Nationalgericht.

Roßmarkt

Beim Grüne-Soßen-Festival kämpfen die Küchen-Teams um die Krone der sieben Kräuter

  • schließen

Beim Grüne-Soße-Festival wird seit Samstag am Roßmarkt das leckerste Rezept gesucht. Am Samstag stach der „Lahme Esel“ seine Konkurrenten aus.

Sieben Tage lang dreht sich am Roßmarkt alles um das Frankfurter Nationalgericht – die „Grie Soß“. Bis Pfingstsamstag treten beim Grüne Soße-Festival täglich sieben Kenner und Könner dieser Mischung der sieben Kräuter Schnittlauch, Kresse, Borretsch, Kerbel, Petersilie, Sauerampfer und Pimpinelle gegeneinander an. Abend für Abend wird ein Tagessieger vom Publikum erkoren. Und damit es nicht nur bei der reinen Verköstigung und Abstimmung bleibt, haben die „Grüne Soße“-Festival-Macher ein Programm auf die Beine gestellt, dass sich sehen und dank der Band „Andi und die Gartenzwerge“ auch hören lassen kann.

Den ersten Abend, durch den das altbewährte Team Anton Le Goff (alias Maya Wolff), Timo Becker (auch als Comedian Malte Andres bekannt) und Hilde aus Bornheim, die im „wahren“ Leben Stefani Kunkel heißt, führten, entschied die Küchen-Crew des traditionellen Apfelweinlokals „Zum Lahmen Esel“ für sich. Das Lokal in Niederursel war zum achten Mal dabei, seine beste Platzierung war ein dritte Platz im vergangenen Jahr, und am Wochenende erreichte das Apfelweinlokal seinen zweiten Tagessieg überhaupt. Angetreten waren die Niederurseler gegen die Vorjahressieger „Grandhotel Hessischer Hof“, die „Cocina Argentina“, die zum ersten Mal dabei war, das schon vier Mal angetretene „Daheim im Lorsbacher Thal“, die Juniorköche Deutschland, die zum zweiten Mal an den Start gingen, das Restaurant „Margarete“, das ebenfalls zum ersten Mal versucht hat, in den Olymp der Grie Soß aufgenommen zu werden, und gegen „Rote Pumpe Ulli und Philipp Schwabe“, die auch schon viermal mitgemacht haben.

Den Anfang in Sachen Unterhaltung machte am Samstagabend die Komikerin Gayle Tufts. Die gebürtige US-Amerikanerin hatte auch für Ellen Harrington, neue Chefin des Deutschen Filmmuseums und wie sie auch aus Boston stammend, einen Tipp: „Lüften, liebe Ellen, das ist die deutsche Antwort auf alles.“

Harringtons Favorit war übrigens die Startnummer drei. „Sie schmeckt so cremig“, sagte die Frau, die zum ersten Mal überhaupt in ihrem Leben das Gericht probiert hat. „Das hat mich an meine Heimat in New England erinnert, wo die Sauce Tartare so ähnlich schmeckt“, sagte Ellen Harrington. Für Grüne Soße ist das nicht unbedingt ein Lob: Eine Sauce Tartare ist eine Kräuter-Mayonnaise . . . Harrington fliegt bald nach Los Angeles, wo sie bis zu ihrem Amtsantritt in Frankfurt gewohnt hat, und packt alles zusammen, denn ihre Familie kommt auch an den Main.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare