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Schauspieler Christian Kahrmann (Mitte) traf bei der Aufzeichnung der Talkshow „Bembel und Gebabbel“ in der Lohrberg-Schänke von Christian Dressler (rechts) seinen Freund Pino Caruso (links), der im Publikum saß.

Stadtgeflüster

Bembel und Gebabbel in der Lohrberg-Schänke

Seit etwa einem Jahr gastiert Bernd Reisig mit seiner Internet-Talkshow "Bembel und Gebabbel" in der Lohberg-Schänke. Auch dieses Mal fühlte er seinen prominenten Gästen wieder auf den Zahn.

Mit seiner Internet-Talkshow „Bembel und Gebabbel“ feiert Medienmann Bernd Reisig jüngst in der Lohrberg-Schänke bei Christian Dressler ein kleines Jubiläum. Zum 40. Mal nahm der ehemalige FSV-Manager die Sendung auf. Anfangs tat er das in dem Bier- und Apfelweinlokal in der Friedberger Warte. Seit etwas mehr als einem Jahr nun gastiert Reisig mit seinen Gesprächspartnern auf Frankfurts Hausberg.

Dieses Mal fühlte er Sänger Tony Marshall , dem Bürgermeister Frankfurts Uwe Becker sowie dem Mimen Christian Kahrmann , der als Benny Beimer in der Serie „Lindenstraße“ an der Seite von Mutter Beimer (dargestellt von Marie-Luise Marjan ) bekannt wurde, auf den Zahn.

Der Talkmaster und der Schauspieler kennen sich schon seit mehr als drei Jahrzehnten. Und als Reisig seinen Kumpel Kahrmann, der seit Jahren nicht nur Schauspieler, sondern auch Gastronom in der Hauptstadt ist, anrief, sagte der 46-Jährige gleich zu. Aber da gab es noch einen anderen Grund. Im Publikum saß ein weiterer seiner guten Freunde: Tausendsassa Pino Caruso . Und so nutzten Christian und Pino nach Aufzeichnung und Abendessen die Gelegenheit, nach langer Zeit mal wieder gemeinsam um die Häuser zu ziehen. „Wir kennen uns seit meinem Studium in Berlin“, erzählt Pino Caruso, der das „Fare Well 2018 Culture Festival“ auf die Beine stellt, das am übernächsten Wochenende im Oststern über die Bühne geht. Auch in Berlin wird er im kommenden Jahr eine ähnliche Veranstaltung aufziehen. Bei Bernd Reisig nahm der Mime, der in 399 Folgen der „Lindenstraße“ mitspielte, kein Blatt vor den Mund. Dass die ARD-Kultserie abgesetzt werden solle, findet er nicht gut. Keine andere Fernsehserie sei so topaktuell. Preisgünstig in der Herstellung sei sie zudem. „Ich habe gehört, dass eine Folge 185 000 Euro kosten soll“, sagte Christian Kahrmann. Serien wie „Babylon Berlin“ verschlängen ungefähr 35 Millionen Euro pro Staffel mit acht Episoden.

Es war die bereits 13. Aufzeichnung in der Lohrberg-Schänke. Aber irgendwie war ein bisschen der Wurm drin. Es war ein „Bembel und Gebabbel“ der technischen Pannen – und der hervorragenden Laune. Mal bleibt der Bildschirm leer, mal ist die Musik zu leise. Doch Reisig meistert humorvoll jede Situation souverän. Und mit Hilfe Tony Marshalls. Der ruft irgendwann mal, Reisig solle ihn singen lassen. Und dann beginnt er einfach damit – ohne Playback. Der ausgebildete Opernsänger, der mit bürgerlichem Namen Herbert Anton Bloeth heißt, hat das Publikum sofort im Griff. Ein großer Fan ist Uwe Becker. Der wurde vor genau 40 Jahren bei einer Feier von Marshall auf die Bühne geholt. Der Sänger gab dem damals Neunjährigen eine Platte mit Widmung. Die hatte Becker dabei. Eine junge Frau steht auf, klatscht mit. Sie kannte den Sänger, der mit „Schöne Maid“ bekannt wurde, vorher nicht richtig. Doch seit diesem Abend hat der 80-jährige Sympathieträger nun einen Fan mehr.

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