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Beschäftigt das Stadtteilparlament: Die Bushaltestelle am Heinrich-Bingemer-Weg.

Frankfurt: Nahverkehr

Bergen-Enkheim: Haltstelle verlegen - aber wohin?

  • vonNiklas Mag
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Busstopp im Fritz- Schubert-Ring beschäftigt Nachbarn und Politiker

Die Bergen-Enkheimer sind ihren hügeligen Ort gewohnt und erprobte Bergsteiger. Dennoch sind Busse ein bestens geeignetes Mittel, um die langen Steigungen von Süd nach Nord zu überwinden. Die Bergen-Enkheimer CDU möchte die Bushaltestellen im Fritz-Schubert-Ring, die lang ansteigende Straße, die Enkheim und Bergen im Osten verbindet, optimieren.

Neue Station weiter unten

"Der Magistrat wird gebeten, die Bushaltestelle im Fritz-Schubert-Ring mit der Bezeichnung Heinrich-Bingemer-Weg nach unten an die Freifläche gegenüber Hausnummer 49 zu verlagern", heißt es im Antrag. Ganz südlich am Riedbad befindet sich die erste Bushaltestelle im Fritz-Schubert-Ring, die genannte folgt in der Mitte, oben an der Berger Kirche angekommen schließt die Haltestelle "Am Bächelchen" den Fritz-Schubert-Ring ab. "Die Idee, die Haltestelle in der Mitte weiter nach unten zu verrücken, wurde von Bürgern, die dort wohnen, an uns heran getragen", beschreibt Frank Weil (CDU), der den Antrag formuliert hat.

"Die Haltestelle Heinrich-Bingemer-Weg liegt recht nah an der Haltestelle vor der Berger Kirche." Kinder könnten zukünftig diese nutzen und über die Straße Am Bächelchen zur Schule am Hang laufen und nach Schulschluss wieder bergauf. Kinder sind schließlich besser zu Fuß als ältere Leute. Deshalb sei die zu verschiebende Haltestelle so weit nördlich nicht nötig und könnte weiter südöstlich, in der Mitte des Fritz-Schubert-Rings, älteren Leuten einen längeren Aufstieg zu Fuß ersparen. Denn gerade diese würden in dem genannten Abschnitt wohnen. "Diese Aufteilung erscheint uns deutlich gescheiter", erläutert der Antragsteller.

Diskutiert wurde die Thematik in der vergangenen Ortsbeiratssitzung nicht. Nur mit Gegenstimme der FDP hatten die Parteien den Antrag bereits im Vorfeld durchgewunken. Norbert Wied (FDP) ist skeptisch: "Ich weiß nicht, ob der Ortsbeirat sich damit einen Gefallen getan hat." Sollte die Haltestelle Heinrich-Bingemer-Weg tatsächlich weiter nach unten verlegt werden, liege diese sehr nah an der Haltestelle Riedbad.

Auch wenn die wenigen Anwohner, die nach der Verlegung die Haltestelle näher an der Haustür haben, den Weg bergauf erspart bleibe, sei das für andere, die weiter oben wohnen, wiederum ein Nachteil, fürchtet Wied. "Ich denke, dass sich die Stadt und der RMV bei der jetzigen Aufteilung etwas gedacht haben und der Antrag im weiteren Verlauf abgelehnt wird."

Antrag ist noch nicht eingegangen

Eine weitere Bushaltestelle im Fritz-Schubert-Ring einzurichten, um die Fußwege für die Anwohner zu verringern, wäre eine bessere Option gewesen, glaubt der Liberale. Eine Sprecherin der Traffiq sagt auf Nachfrage, dass der Antrag offiziell noch nicht bei der Behörde eingegangen sei. Grundsätzlich werde man mit dem Ortsbeirat aber den Dialog suchen. "Das entscheiden nicht wir allein, sondern auch das Straßenverkehrsamt ist mit im Boot." Man wolle das Thema offen angehen, vielleicht einen Ortstermin machen, die Fahrgastzahlen der Haltestellen zurate ziehen und gegebenenfalls sogar die Idee einer zusätzlichen Bushaltestelle ins Auge fassen."

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