Elena Auschill hat ihren Lebensmittelpunkt von Bergen-Enkheim nach Portugal verlegt, um sich dort ganz der Straßenhunde annehmen zu können. Dafür hat sie sogar einen eigenen Verein gegründet.
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Elena Auschill hat ihren Lebensmittelpunkt von Bergen-Enkheim nach Portugal verlegt, um sich dort ganz der Straßenhunde annehmen zu können. Dafür hat sie sogar einen eigenen Verein gegründet.

Tierliebe

Bergen-Enkheim: Ihr Herz gehört den Straßen-Streunern

  • vonSabine Schramek
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Junge Frau aus Frankfurt nimmt sich in Portugal verwahrloster Hunde an. Jetzt hat sie einen Verein gegründet.

Bergen-Enkheim -Elena Auschill, einst in Bergen-Enkheim daheim, ist im vergangenen Herbst nach Portugal gezogen, um sich voll und ganz ihrem Herzensprojekt "Place for Strays" widmen zu können. Übersetzt: ein Platz für Streuner. Mittlerweile ist aus dem Hilfsprojekt für Hunde ein offizieller Verein geworden und zahlreiche Tiere konnten bereits gerettet und vermittelt werden.

Spenden aus der Heimat

Im vergangenen Sommer berichtete diese Zeitung erstmalig über Elena Auschills Projekt "Place for Strays". Seitdem ist viel passiert. "Wir sind jetzt endlich ein offizieller und eingetragener Verein", berichtet die junge Bergen-Enkheimerin. "Die Gründung hat wirklich viel Zeit gebraucht. Aber jetzt haben wir alles zusammen und eine bestätigte Gemeinnützigkeit." So kann Place for Strays nun nicht nur Spendenquittungen ausstellen, sondern sich auch als offizieller Verein präsentieren.

Als Kind waren ihr erstmalig die verwahrlosten Straßenhunde in Portugal aufgefallen, als junge Frau entschied sie sich, mit ihrer Mutter und Freunden unter dem genannten Namen den Tieren zu helfen. Eine über 2500 Quadratmeter große Fläche in Portugal wurde aufgekauft, seitdem dient das dort errichtete Haus rund 30 Hunden als erstes Daheim.

"Die Tiere werden bei uns aufgepeppelt und danach vermittelt", beschreibt Elena Auschill. An der Arbeit des Vereins habe die offizielle Vereinsgründung nichts geändert. Noch immer sammelt das Team in Portugal verwahrloste Hunde auf und versorgt diese auf dem Vereinsgelände. "Wir haben jetzt sogar eine kleine medizinische Station auf dem Areal. Hier versorgen wir die Tiere und stecken sie vor allem erstmal in Quarantäne, bevor sie zu den anderen dürfen."

Gerade erst sei eine Hundemutter mit sechs Welpen dort angekommen. "Dieses Jahr kamen generell sehr viele Welpen zu uns", meint Elena Auschill. Die Tiere erhalten alle nötigen Impfungen, werden so oft wie es sein muss zum Tierarzt gebracht. Dafür arbeiten mehrere freiwillige Helfer in Schichten, auch setzt Place for Strays vor Ort auf kurzfristige Hilfe. Ein kleines eingerichtetes Häuschen befindet sich auf dem Gelände, das regelmäßig von Urlaubern bezogen wird, die nicht nur Portugal entdecken und günstig wohnen möchten, sondern in ihrer Zeit vor Ort den Verein unterstützen wollen. "Durch Corona gab es da natürlich einen Stillstand, aber das ist wieder gut angelaufen, wir sind gut ausgelastet", freut sich die Bergen-Enkheimerin. Ist einer der Hunde wieder vollauf gesund, kann die Vermittlung starten. "Das gelingt uns sehr oft. Bei Welpen geht das natürlich schneller, aber wir konnten wirklich viele Hunde im vergangenen Jahr vermitteln."

Vermittlung nach Deutschland

Dafür sei das Vereinsteam in Deutschland wichtig, beispielsweise arbeitet der Verein mit zwei Pflegestellen zusammen, die die Tiere vor einer Vermittlung in Deutschland vorerst noch einmal aufnehmen. "Oftmals kommen die Tiere in einem sehr schlimmen Zustand zu uns. Wir kämpfen dann zusammen mit ihnen und unternehmen alles, was wir können, aber manchmal ist es einfach zu spät", erzählt Elena Auschill.

Transfusionen geholt

"Unlängst konnten wir einem Welpen nicht mehr helfen, obwohl ich extra noch nach Faro gefahren bin, um Bluttransfusionen zu holen. Das sind dann die wirklich harten Seiten." Auf der anderen Seite stehen allerdings zahlreiche Hunde, die Auschill und den Vereinsteams in Portugal und Deutschland ihr Leben zu verdanken haben.

Und das soll künftig noch mehr werden: "Wir erweitern derzeit unser Grundstück und wollen zwei große neue Auslaufflächen bauen. Das machen wir jetzt Stück für Stück, immer wenn wir etwas Geld über haben", erklärt Auschill. Hierbei freut sich der Verein immer über Unterstützung aus der Heimat. niklas mag

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