Fußball

FSV Bergen: "Von Anfang an fokussiertr"

Es war ein harter Zweikampf mit einem am Ende würdigen Sieger: Im vierten Jahr unter der Führung von Trainer Darko Krolo sicherte sich der FSV Bergen die Meisterschaft in der Gruppe eins der Fußball-Kreisliga B Frankfurt und steigt auf.

Am siebten Spieltag der abgelaufenen Saison hatte der FSV Bergen die Tabellenführung der Gruppe eins der B-Klasse übernommen und sie bis zum letzten Spieltag nicht mehr abgegeben. Die schlechteste Platzierung, die an den ersten sechs Spieltagen zu Buche stand, war Rang zwei.

„Wir waren von Anfang an voll fokussiert auf die Meisterschaft. Trotz einer nicht ganz optimalen Vorbereitung hatten wir einen perfekten Start. Man hat einfach gemerkt, dass die Mannschaft reif ist für den Aufstieg“, erinnert sich Trainer Darko Krolo. Der Kroate, der Bergen bereits im vierten Jahr trainiert und dabei kontinuierlich weiterentwickelt hat, sieht vor allem den großen Kader und den daraus resultierenden Konkurrenzkampf als „Schlüssel zum Erfolg“, aber auch, dass die Mannschaft in den letzten Jahren nur wenig Fluktuation zu verzeichnen hatte, nennt Krolo als Grund für die herausragende Leistung von 27 Siegen in 30 Spielen. So leistete sich Bergen nur zwei Unentschieden in der abgelaufenen Runde, verlor seine einzige Partie gegen den Tabellendritten FC Heisenrath (2:4).

„Dieser Niederlage haben wir keine Bedeutung beigemessen. Das war unter Woche, etliche Stammspieler haben gefehlt. Wichtig war für uns, dass wir in den anderen 29 Partien nie das Gefühl hatten, wir könnten das Spiel verlieren“, betont Krolo. Auch als Bergen gegen den TV Preungesheim nach einer Stunde mit 1:3 im Rückstand lag und in Unterzahl spielte, war dem Trainer nicht bange. Zurecht, der FSV gewann mit 4:3. „Da war diese Überzeugung, dass wir trotzdem gewinnen. Dieser starke Charakter, dieser Wille – das war ein Spiegelbild der gesamten Saison“, lobt Krolo. Und an die Duelle mit dem SV Eritrea und dem FC Korea erinnert sich der Coach gerne, die man beide jeweils zweimal mit 2:1 schlug. „Das waren meine Lieblingsgegner. Sie haben uns immer zum Wahnsinn getrieben und voll aufgedreht.“

Dass Bergen überhaupt so erfolgreich Fußball spielen konnte, zu Hause kein einziges Spiel verlor und auch die Hinrunde unbesiegt beendete, lag auch am Trainer selbst. Schon vor der Runde ließ Krolo zwei verschiedene Spielsysteme einstudieren – ein in der B-Klasse nicht unbedingt gängiges Prozedere. In der Hinrunde agierte Bergen mit einer Dreierkette in der Abwehr, in der Rückrunde wurde immer wieder auf Viererkette umgestellt. „Jeder Spieler muss bei uns zwei Positionen beherrschen. So konnten wir uns immer der Situation anpassen und uns auf die Gegner einstellen – sie aber nie auf uns“, berichtet Krolo, der vor allem die Defensive seines FSV umkrempelte. „Wir haben die Fehler der Vorsaison angepackt, wollten weniger Gegentore bekommen. Am Ende waren es 30 Gegentreffer weniger als letzte Saison.“ Das lag auch an einer personellen Umstellung, denn mit Angreifer Salvatore Costanza wechselte ein Angreifer auf eigenen Wunsch in die Innenverteidigung und sorgte dort im Zusammenspiel mit Neuzugang Elias Helmand fortan für die nötige Stabilität. „Das sind zwei Leitwölfe. Sie haben die Abwehr deutlich stabilisiert“, lobt Krolo.

Mit Torhüter Thorsten Wendt hatte Bergen zudem einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten, wie der Trainer betont: „Thorsten ist ein feiner Kerl, sehr sachlich. Im Tor ist er überragend. Es ist ein Genuss, so einen Torwart in der B-Klasse zu sehen.“ Mit Christian Schwan und Sascha Martinovic waren zu Saisonbeginn zwei Spieler dazugekommen, die sofort einschlugen. Zudem hatte Bergen mit Gökhan Yenice (Krolo: „Er ist ein Top-Spieler“) einen starken Vorlagengeber, der auch selbst traf (22 Tore, 30 Vorlagen), sowie mit Masin El Hasnaoui einen ebenso starken Stürmer (15 Treffer). „Masin hatte ein Seuchenjahr, aber wenn er da war, dann haben wir von ihm profitiert“, weiß Krolo.

Und natürlich hatte Bergen mit Sharafudin Naser den Top-Torjäger der Liga in seinen Reihen, dessen 45 Tore seinesgleichen suchen. „Sharas Erfahrung ist Gold wert, aber natürlich hat er auch viel von den anderen profitiert. Wir haben viele Spieler in unseren Reihen, die für diese Klasse zu gut sind“, weiß Krolo. Und diese Spieler bleiben Bergen laut dem Trainer auch in der A-Klasse erhalten. „90 Prozent des aktuellen Kaders bleiben nach aktuellem Stand. Wir trainieren auch jetzt in der Pause zum Spaß und hatten zuletzt 29 Spieler im Training“, berichtet Krolo stolz.

Dank seiner Kontakte will der Trainer auch noch einige Neuzugänge, teils aus höheren Klassen, nach Bergen locken – und entsprechend fällt auch die Zielsetzung: „Unser Kader wird wieder mindestens 20 Mann umfassen. Unser Ziel ist es, unter die ersten Fünf zu kommen.“ Zum Abschied hat Krolo noch ein paar warme Worte für die B-Klasse übrig: „Wir haben in dieser Liga viele gute Dinge erlebt und Respekt bekommen. Das ist keine Bauern-Liga, hier geht es um Spaß, die Fairness steht im Vordergrund. Wir nehmen viel Positives mit.“

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