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Artgerechte Tierhaltung

Beschluss vom Magistrat: Mehr Platz für die Tiere im Frankfurter Zoo

Der Magistrat hat gestern Projekte zur Verbesserung der Tierhaltung im Zoo beschlossen.

Grünes Licht für eine bessere Tierhaltung im Frankfurter Zoo. In seiner Sitzung am Freitag hat der Magistrat wichtige Projekte auf den Weg gebracht. Demnach kann bald mit den Detailplanungen für den Ausbau der Löwen-Außenanlage begonnen werden, die Giraffen erhalten ihren dringend benötigten Innenauslauf und im Grzimek-Haus können weitere Sanierungsmaßnahmen stattfinden.

Ein Projekt, das die Verbundenheit der Frankfurter mit ihrem Zoo zeigt, ist der Ausbau der Löwen-Außenanlage. Die circa 1,25 Millionen Euro teure Maßnahme kann nur mit Unterstützung der Öffentlichkeit realisiert werden. Etwa 80 000 Euro an Spendengeldern kamen bereits zusammen, die Stiftung Zoo Frankfurt, deren Schirmherrin Ina Hartwig (SPD), Dezernentin für Kultur- und Wissenschaft, ist, hat 75 000 Euro zur Verfügung gestellt. Somit sind die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden, um die Bauplanung zu beauftragen, teilte die Stadt mit.

Auf der Basis erster Entwürfe der Berliner Landschaftsarchitektin Ariane Röntz soll die Anlage auf 930 Quadratmeter erweitert und neu strukturiert werden. Außerdem wird eine Zaunanlage installiert, durch die die Außenanlage bei Bedarf in zwei abgeschlossene Bereiche geteilt werden kann. Sie entspricht damit den Vorgaben des Säugetiergutachtens der Bundesregierung von 2014 sowie den Richtlinien für eine artgerechte Haltung Asiatischer Löwen. Außerdem werden die Planungen die Neugestaltung des Besucherbereichs rund um die Anlage umfassen. Der Freigabe der entsprechenden Planungsmittel muss noch durch den Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung zugestimmt werden.

„Die Löwen können sich künftig noch wohler fühlen und hoffentlich bald einen Familienausflug auf der neuen Außenanlage unternehmen – Dank an alle Spender, die die Planung der Anlage ermöglicht haben“, freut sich Ina Hartwig.

„Mit dem Löwen-Projekt beginnen wir mit der ersten Phase der Umgestaltung des Zoos. Sie konzentriert sich auf die zentrale Stelle des Zoogeländes und widmet sich vor allem der Ertüchtigung bestehender Anlagen und Häuser in den kommenden Jahren. In zwei weiteren Phasen sollen dann das Süd-West- sowie das Nord-Ost-Areal neu gestaltet werden“, sagt Zoodirektor Miguel Casares.

Eine zweite Maßnahme ist die Vergrößerung des Innenauslaufs der Giraffen. Dies ist notwendig, um den Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Jahr 2014 zu entsprechen. Das Giraffen-Haus aus dem Jahr 1953 erfüllt diese Mindestanforderung mit seinen drei Innenställen bislang nicht. Um die Art weiterhin halten zu können, wird dem Haus ein beheizbarer Vorbau angeschlossen.

(red)

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