An der Haltestelle "Enkheim" endet das Kerngebiet, in dem man die Räder der Deutschen Bahn abstellen und ausleihen kann.
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An der Haltestelle "Enkheim" endet das Kerngebiet, in dem man die Räder der Deutschen Bahn abstellen und ausleihen kann.

Bergen-Enkheim

Besser ans Radnetz anbinden

  • VonFriedrich Reinhardt
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Grüne möchten Angebote von Call-a-bike und book-n-drive schaffen.

Bergen-Enkheim -Wer mit dem Leihrad der Deutschen Bahn nach Bergen-Enkheim fahren möchte, um den Nachmittag mit einem Bekannten zu verbringen, steht vor einer Entscheidung. Er oder sie könnte bis zur U-Bahnstation Enkheim radeln, dort das Rad abstellt und den Rest laufen, im Zweifel bis ans andere Ende von Bergen. Oder man lässt das Fahrrad ausgeliehen und zahlt auch für die Dauer des Besuchs die Leihgebühr. Je nach Tarif kostet das entweder 6 Euro oder 9 Euro bei einem dreistündigen Treffen. Dritte Option: Man zahlt 10 Euro Strafe, weil man das Rad außerhalb des Kerngebiets abgestellt hat. Vielleicht fährt man dann doch lieber mit dem Auto.

Die Grenzen des Kerngebiets, wie es das Fahrrad-Leihsystem der Deutschen Bahn - es heißt Call-a-Bike, also "Ruf ein Rad"- definiert hat, sind nicht die Stadtgrenzen. Die Linie verläuft mitten durch die Stadtteile. Sie sei in Abhängigkeit etwa zur Anwohnerzahl in der näheren Umgebung gezogen, zu Pendlerströmen oder Firmenstandorten, erklärt eine Bahn-Sprecherin. Von Seckbach gehört nur ein Teil des Gewerbegebiets zum Kernbereich. Fechenheim südlich der Starkenburger Straße liegt außerhalb und in Bergen-Enkheim alles östlich der Vilbeler Landstraße - also praktisch der gesamte Stadtteil.

Das möchten die Grünen im Ortsbeirat 16 (Bergen-Enkheim) ändern. Fahrrad-Leihsystem seien eine sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr, schreiben sie in einem Antrag zur kommenden Sitzung des Stadtteilgremiums. Sie ermöglichten individuelle und flexible Verbindung, Lücken zwischen Haltestellen zu überbrücken. So bieten sie eine Alternative zum Auto, seien ressourcenschonend und verbesserten die Parkplatz- und Verkehrssituation.

Die Grünen haben sich bewusst für Call-A-Bike entschieden. Das Leihsystem arbeitet mit festen Rückgabestationen. Man kann das Rad zwar überall abstellen, zahlt dann aber drauf. "Es gibt somit einen Anreiz, die Rückgabestationen zu nutzen." So bleiben also weniger Räder nervig mitten auf dem Gehweg stehen. Laut Deutsche Bahn habe das Unternehmen deshalb bereits Kontakt zum Ortsbeirat gesucht.

Außerdem wollen die Grünen auch ein Car-Sharing-Angebot in Bergen schaffen. Am Volkshaus in Enkheim kann man bereits Autos des Anbieters "book-n-drive" ausleihen. Mit dem Hofheimer Unternehmen kooperiert der Rhein-Main-Verkehrsverbund. "Mit dem E-Ticket, der RMV- Mobilitätskarte kann man das Angebot mit Preisvorteilen nutzen", erklären die Grünen. Als einen zweiten Standort schlagen sie etwa den Marktplatz vor, oder den Parkplatz am Schwimmbad. msr

Ortsbeirat tagt am Dienstag

Das Stadtteilgremium tritt am Dienstag, 1. Juni um 19:30 Uhr, im Saalbau Stadthalle Bergen,

Schelmenburgplatz 2, wieder zusammen. Wegen der Pandemie ist die Zahl der Sitzplätze begrenzt.

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