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Verwirrung um Airtags bei der Lufthansa – Jetzt äußert sich die Airline

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Von: Erik Scharf

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Ein kleiner Tracker am Koffer ist ein nützliches Mittel, um diesen schnell wiederzufinden. Auf Lufthansa-Flügen herrschte zuletzt Verwirrung, ob das Gadget erlaubt ist.

Update vom Samstag, 08. Oktober, 11.36 Uhr: Das Verbot der Airtags bei der Lufthansa schlägt weiter hohe Wellen. Die Airline mit Sitz am Flughafen Frankfurt hatte im Gegensatz zum Großteil der anderen Fluggesellschaften das beliebte Hilfsmittel auf Flügen nicht zugelassen.

Der Tracker wird von Fluggästen spätestens seit dem Koffer-Chaos in den Sommermonaten gern genutzt. Mit dem Smartphone ließ sich das Gepäck in den riesigen Stapeln von Koffern zügig erspähen oder herausfinden, wo sich das verloren gegangene Gepäck befindet.

Lufthansa: Airtags dürfen auf Flügen nicht eingeschaltet sein

Die Lufthansa äußerte sich nun als Reaktion auf die Berichte über das Airtag-Verbot auf Flügen und stellte klar: Ein solches Verbot habe es in den Gepäckbestimmungen nie gegeben. Sie dürfen lediglich nicht eingeschaltet sein. „Lufthansa verbietet aktivierte Airtags, weil sie als gefährlich gelten und daher ausgeschaltet werden müssen“, schreibt die Airline auf Twitter.

Um die Gepäckbestimmungen bei der Lufthansa gab es zuletzt Verwirrung. (Symbolfoto)
Um die Gepäckbestimmungen bei der Lufthansa gab es zuletzt Verwirrung. (Symbolfoto) © MiS/Imago

Am Mittwoch (12. Oktober) teilte die Lufthansa zudem mit, dass Airtags laut einer Meldung des Luftfahrtbundesamts „im aufgegebenen Gepäck kein Sicherheitsrisiko darstellen“. Für Lufthansa-Reisende, die auf den Tracker für das Gepäck vertrauen, ist das eine gute Nachricht.

Airtags am Gepäck: Beliebtes Gadget bei der Lufthansa nicht erlaubt

Erstmeldung vom Dienstag, 11. Okotber 2022: Das kleine Gerät ist für viele Reisende Gold wert gewesen. Als sich die Koffer an der Gepäckausgabe am Flughafen Frankfurt stapelten, half der Gepäcktracker, das eigene Hab und Gut unter tausenden Koffern zügig zu finden. Doch damit ist zumindest für Lufthansa-Kunden erstmal Schluss.

Wie die Airline überraschend mitteilte, gibt es für Geräte wie Airtags von Apple keine Zulassung. Das berichten Wirtschaftswoche und Watson. „Gepäck-Tracker gehören in die Kategorie der Portable Electronic Devices und unterliegen damit den von der International Civil Aviation Organisation erlassenen Gefahrgut-Bestimmungen für die Beförderung in Flugzeugen. Dementsprechend müssen die Tracker aufgrund ihrer Sendefunktion ähnlich wie beispielsweise Handys, Laptops, Tablets etc. während des Fluges deaktiviert sein, wenn sie sich im aufgegebenen Gepäck befinden“, teilte eine Sprecherin der Lufthansa auf eine Anfrage von Watson mit.

Gestrandete Koffer am Flughafen in Frankfurt
Im Koffer-Chaos im Sommer waren Tracker ein beliebtes Hilfsmittel am Flughafen Frankfurt. Die Lufthansa verbietet die Geräte aber. (Archivfoto) © IMAGO/STAR-MEDIA

Flughafen Frankfurt: Keine einheitliche Regelung für Airtags im internationalen Luftverkehr

Somit müssten auf Flügen der Lufthansa vom Flughafen Frankfurt die Batterien aus den Trackern entfernt werden. Zumindest als Hilfsmittel bei der Suche nach dem eigenen Gepäck am Kofferband werden die Tracker dadurch nutzlos. Doch wirklich einheitlich wird das Problem von Flughäfen und Airlines nicht behandelt.

Die Bluetooth-Verbindung, über die das Funksignal zwischen dem Tracker und dem Smartphone ausgetauscht wird, sei laut der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde kein Problem. Zudem geht von der kleinen Knopfbatterie in den Trackern keine große Gefahr aus, erst recht nicht im Vergleich mit Smartphone-Akkus.

Lufthansa lässt keine Airtags auf Flügen zu

Um die Verwirrung komplett zu machen, sagten Sprecher der Flughäfen in Berlin und München auf Anfrage von Watson, dass es keine Verbote oder Vorgaben an der Gepäckaufgabe für Tracker gebe. „Allerdings könnten Fluggesellschaften Regelungen vorschreiben“, so der Sprecher des Flughafens in München. Und genau das macht die Lufthansa, wiederum im Gegensatz zu vielen anderen Airlines, die mit den Airtags offenbar keine Probleme haben.

Problematisch ist die fehlende einheitliche Regelung auch für die Security-Mitarbeiter. Denn diese handeln im Sinne der Regeln der Airlines, wie die Sprecherin des Berliner Flughafens gegenüber Watson sagte, „denn grundsätzlich bestimmen die Airlines, was an Bord ihrer Flugzeuge erlaubt ist und was nicht.“ 

Wer künftig also vom Flughafen Frankfurt oder mit der Lufthansa abfliegt, sollte sich im Vorfeld über die Regelungen für Tracker und eventuelle Konsequenzen informieren. Zumindest was das Koffer-Chaos im Sommer angeht, wäre es schon hilfreich, wenn es nicht mehr zu solchen Szenen kommt. (esa)

In einem wichtigen Ranking ist der Flughafen Frankfurt wegen der Corona-Pandemie deutlich abgestürzt. Bei der Lufthansa sorgte zuletzt ein nicht verladener Rollstuhl für Ärger.

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