Die Zufahrt am Oberschelder Weg zum Betriebshof Nord, der für knapp 2,5 Millionen erweitert werden soll. ARchivfoto: Enrico sauda
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Die Zufahrt am Oberschelder Weg zum Betriebshof Nord, der für knapp 2,5 Millionen erweitert werden soll. ARchivfoto: Enrico sauda

Neubau

Betriebshof in Frankfurt Heddernheim wird erweitert

HEDDERNHEIM Stadt investiert 2,5 Millionen Euro in Neubau am Oberschelder Weg

Frankfurt - Für 2,48 Millionen Euro wird das Verwaltungsgebäude des Betriebshofs Nord des Amts für Straßenbau und Erschließung im Oberschelder Weg 16 a erweitert. Das geht aus der Bau- und Finanzierungsvorlage hervor.

1989 wurde das Bestandsgebäude errichtet, es besteht aus zwei sehr schmalen Bauteilen, die über eine zentrale Halle mit Glasdach miteinander verbunden sind. Der Haupteingang liegt auf der Südseite der Halle, die sich gen Norden verbreitert. Mittlerweile reicht der Platz in dem Gebäude allerdings nicht mehr aus. Wachsende Aufgaben werden in dem zugehörigen Vortrag des Magistrats für die nötige Erweiterung angeführt.

Ein Problem, das allerdings nicht erst seit gestern existiert. So wurde eine ehemals als Wohnung genutzte Fläche bereits vor einigen Jahren in Büroraum umgenutzt. Auch an anderer Stelle im Erdgeschoss wurden durch interne Umstrukturierungen weitere Büroarbeitsplätze geschaffen. Damit seien jedoch alle Möglichkeiten erschöpft, im Bestand weitere Arbeitsplätze, die allerdings benötigt werden, zu schaffen, so der Magistrat. Deswegen werde nun vom Amt für Straßenbau und Erschließung der Erweiterungsbau angestrebt.

Platz schaffen für mehr Mitarbeiter

Zu den bislang vorhandenen 29 Arbeitsplätzen sollen 19 weitere hinzukommen. Für die Lagerung von Akten sind zudem Archiv- und Lagerflächen eingeplant worden. Der Planung liegt ein genehmigtes Raumprogramm zugrunde - mit Magistratsbeschluss aus dem Oktober 2019.

Der Neubau soll der bereits bestehenden Kubatur angepasst werden. So ist geplant, den westlichen Bauteil entsprechend zu verlängern, damit dort die 19 zusätzlichen Büroräume Platz finden. Auch die mittige Halle, die ein Flachdach bekommt, wird verlängert - um eine zweite Treppe mit Aufzug. Damit wird das Gebäude dann auch barrierefrei. Ergänzt werden auch weitere Neben- und Technikräume. Durch die Planungen wäre es perspektivisch sogar möglich, auch den östlichen Baukörper zu verlängern, allerdings erst in einem zweiten Bauabschnitt. Erschlossen werden wird die Baustelle über die hinter dem Gelände verlaufende Ludwig-Reinheimer-Straße. Dafür sei es notwendig, die Terrasse sowie den vorhandenen Garten teilweise rückzubauen.

Eine Alternative zu den Planungen gebe es nicht, erklärt der Magistrat. Das habe die Untersuchungen zwei grundsätzlich unterschiedlicher Alternativen im Vorfeld ergeben: ein Anbau an der Südseite im Bereich des Parkplatzes wie auch ein Anbau an der Nordseite im Gartenbereich.

Auch wenn eine Erweiterung an der Südseite und das damit verbundene Umfunktionieren des Haupteingangs als Verbindung zwischen Neu- und Bestandsbau zunächst positiv wirkte, so hätten sich bei näherer Betrachtung doch einige Nachteile gegenüber der Nordvariante gezeigt: Der Parkplatz wäre enorm verkleinert worden, so dass gesetzlich notwendige Stellplätze gefehlt hätten.

Zudem verläuft dort eine Gaszuleitung, die nicht überbaut werden dürfe. Der Balkon über dem Haupteingang hätte abgebrochen werden müssen, wodurch Letzterer während der Bauzeit nicht hätte genutzt werden können, begründet der Magistrat, warum man sich letztlich für die Erweiterung gen Norden entschieden habe. jdi

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