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Panne am Nordwestkreuz vorgetäuscht: Kriminelle geraten genau an die Richtigen

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Von: Kim Hornickel

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Polizei im Einsatz: An der Autobahn bei Frankfurt haben drei Männer versucht, hilfsbereite Autofahrer um ihr Geld zu bringen. (Symbolfoto)
Polizei im Einsatz: An der Autobahn bei Frankfurt haben drei Männer versucht, hilfsbereite Autofahrer um ihr Geld zu bringen. (Symbolfoto) © Patrick Pleul/dpa

Erst täuschen drei Männer eine Panne auf der Autobahn bei Frankfurt vor, dann geraten sie jedoch an Polizisten in Zivil – und die decken noch mehr auf.

Frankfurt – Mutmaßliche Betrüger haben auf der Autobahn bei Frankfurt* versucht, eine Panne vorzutäuschen und sich Geld zu erschleichen. Mit ihrer Masche gerieten sie allerdings genau an die Richtigen: Nämlich Polizisten in Zivil. Wie die Frankfurter Ordnungshüter berichten, stand der VW Golf der Verdächtigen am Sonntag (20.03.2022) gegen 15.50 Uhr am Nordwestkreuz an der Verbindung der A66 mit der A5 in Richtung Kassel.

Mit eingeschaltetem Warnblinker machten drei Männer „wild gestikulierend“ auf sich aufmerksam. In dem Auto saß auch ein sechsjähriger Junge. Als Polizisten in Zivil neben den Männern hielten, behaupteten diese, ihnen sei das Benzin ausgegangen. Nach Angaben der Frankfurter Polizei bat einer der Männer deshalb um Geld, das er versprach, schon am nächsten Tag zurückzahlen. Er erzählte den Beamten, er habe all sein Geld „auf einem Parkplatz verloren“ und könne die Spritkosten deshalb nicht selbst zahlen.

„Ausweis verloren“: Betrüger an der A66 bei Frankfurt täuschen Hilflosigkeit vor

Auch sein Ausweis sei verloren gegangen, sagte der Mann gegenüber den Beamten, die sich nun als Polizisten zu erkennen gaben. Wie sich dann herausstellte, hatten die Männer ihre Ausweise nicht wie behauptet verloren. Neben dem sechsjährigen Jungen waren der 27-jährige Fahrer und zwei weitere Männer im Alter von 29 und 30 Jahren in dem Auto unterwegs. Auch der angeblich leere Tank stellte sich als tatsächlich halbvoll heraus.

In dem VW Golf fanden die Polizisten außerdem Bargeld und den Kaufvertrag des Autos. Weil die Männer mit dem Kennzeichen des Vorbesitzers unterwegs waren, wurden diese Beweismittel sichergestellt. Bei ihren Nachforschungen stießen die Beamten noch auf weitere Straftaten.

Täter nicht zum ersten Mal unterwegs: Betrugsmasche erst in Würzburg, dann in Frankfurt

Wie die Polizei in Frankfurt erklärte, war der VW Golf bereits am 10. Februar in Würzburg aufgefallen. Dort hatten drei Männer rund 300 Euro für wertlosen Schmuck ergaunert. Nachdem die Polizisten die Personalien festgestellt hatten, wurden die Männer vorerst freigelassen. Gegen die Betrüger laufen weitere Ermittlungen.

Erst kürzlich deckte die Polizei einen besonders dreisten Betrugsfall auf und konnte den Täter am Flughafen Frankfurt festnehmen. (kh) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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