Urteil am Landgericht Frankfurt

Bewährung für räuberische Erpressung

Mit einer Bewährungsstrafe ist ein 26 Jahre alter Mann davongekommen, der eine Kneipenbekanntschaft gezwungen hatte, ihn mit dem Auto nach Dortmund zu fahren.

Wegen einer ominösen Fahrt nach Dortmund nach einen Kneipenabend ist ein 26 Jahre alter Mann am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen räuberischer Erpressung.

Alles begann am Abend des 27. Juli 2014 in einer von jungen Leuten gut besuchten Shisha-Bar im Stadtteil Zeilsheim. Man saß zusammen, rauchte Wasserpfeife und trank. Der 26-jährige Angeklagte hatte den 19-jährigen Hofheimer erst am Mittag kennengelernt. In der Nacht zwang der Angeklagte dann den 19-jährigen Hofheimer, nach Dortmund zu fahren. Kurz vor dem Ziel ließ sich der Täter unter Androhungen von Gewalt auch noch das Mobiltelefon und Bargeld des Hofheimers geben. Anschließend blieb der 26-Jährige bei seiner in Dortmund wohnenden Freundin. Der 19-Jährige fuhr nach Frankfurt zurück und benachrichtigte anschließend die Polizei.

Am ersten Verhandlungstag hatte der Angeklagte zunächst die Vorwürfe bestritten. Er hatte allerdings eingeräumt, Alkoholprobleme zu haben. Er sei dann „ein anderer Mensch“. Gestern nun rückte er von dieser Version ab und gab die Tat zu.

Die Strafkammer berücksichtigte in ihrem Urteil das „von großer Reue getragene Geständnis des Angeklagten“. Als Bewährungsauflage wurde eine Schadensersatzzahlung von 390 Euro an den 19-Jährigen festgelegt. Außerdem muss sich der Verurteilte bei einer Suchtberatung melden sowie das Jobcenter zur Vermittlung einer Arbeitsstelle aufsuchen.

(lhe)

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