fff_BFF_161020
+
Die Spitzenkandidaten der BFF bei der Kommunalwahl am 14. März 2021 (von links): Mathias Mund, Ingeborg Leineweber und Thomas Budenz.

Stadtpolitik

BFF setzt bei Kommunalwahl auf Frauen an der Spitze

Mit Frauenpower in den ersten Reihen wollen die "Bürger für Frankfurt" bei der Kommunalwahl im März punkten. Und sie treten für ein besonderes Gremium an - eine Premiere.

Frankfurt -Die "Bürger für Frankfurt" (BFF) werden am kommenden Sonntag, 18. Oktober, ab 10.30 Uhr im Bürgerhaus Griesheim ihren Listenparteitag für die Kommunalwahl am 14. März 2021 abhalten. Dabei soll auch das Wahlprogramm verabschiedet werden. Als Spitzenkandidaten sind die drei bereits amtierenden Stadtverordneten Mathias Mund, Ingeborg Leineweber und Thomas Budenz vorgesehen.

Die BFF sind keine Partei, sondern ein Verein. Er besitzt nach Angaben des Vorsitzenden Mathias Mund derzeit 109 Mitglieder. Mund ist auch Fraktionschef der BFF im Römer.

"Parteifrei ist die beste Wahl"

Im Wahlkampf wollen die BFF herausstellen, dass sie keine Partei sind. "Parteifrei ist die beste Wahl", sagt Mund. Seit 2011 sind die BFF in allen 16 Frankfurter Ortsbeiräten vertreten. Sie treten auch in allen 16 wieder an. Wahlziele werden dieses Mal nicht angegeben. Bei der Wahl 2016 wurde eine zweistellige Zahl von Stadtverordneten als Messlatte ausgegeben. Dieses ehrgeizige Ziel wurde mit nur drei Mandaten verfehlt. Ursache dafür war, dass am Höhepunkt der Flüchtlingskrise viele Wählerstimmen an die AfD gingen, die ohne eine Basis in den Ortsteilen 8,9 Prozent erreichte. "Die AfD war damals der maximale Protest", sagte Mund. Aber das Thema besitze nicht mehr die Brisanz wie damals. Gleichwohl betonte er: "Wir müssen uns zu AfD und FDP abgrenzen." Die AfD habe im Stadtparlament nichts geleistet und inflationäre Akteneinsichtsausschüsse produziert. Für die hatte der AfD-Fraktionschef Rainer Rahn eine besondere Vorliebe. Die politische Karriere des Polit-Vagabunden Rahn ist allerdings nun an ein Ende gelangt. Rahn gehörte insgesamt vier Fraktion im Römer an. Neuer Spitzenmann der AfD ist Patrick Schenk, der bis vor wenigen Monaten noch BFF-Stadtverordneter war. Inzwischen habe aber Schenk die BFF verlassen, erklärte Mund.

Punkten wollen die BFF bei der Kommunalwahl mit den Themen Haushalt und Finanzen unter dem Einfluss der Corona-Krise, der Aufarbeitung der Awo-Affäre Oberbürgermeister Peter Feldmanns (SPD), mit sozialer Wohnungpolitik, Stadtplanung und -entwicklung Stadtökologie sowie Familien, Jugend- und Seniorenpolitik. Das 19-seitige Wahlprogramm, eine Weiterentwicklung des Papiers von 2016, soll ebenfalls am Sonntag beschlossen werden. Pragmatik und "das attraktive Personaltableau" sollen laut Mund dazu beitragen, das Wahlergebnis zu steigern. 2016 erreichten die BFF 2,7 Prozent. Nach dem Spitzentrio folgt Qing Chen auf Platz 4. Auf Rang fünf kandidiert der Filmproduzent Hans-Joachim Mendig. Der ehemalige Geschäftsführer der Hessischen Filmförderung zeichnet für 600 Folgen von "Ein Fall für Zwei" verantwortlich. Platz 6 nimmt Carl-Philipp zu Solms-Wildenfels ein, der für die BFF bereits dem ehrenamtlichen Magistrat angehört. Für Platz 7 ist Rosemarie Lämmer vorgesehen. Sie war bereits Stadtverordnete der Republikaner, deren Kreisvorsitzende sie von 2007 bis 2013 war. Unter den ersten elf Kandidaten sind fünf Frauen. Das sind mehr als bei der CDU.

Erstmals treten die Bürger für Frankfurt auch bei der Wahl der Kommunalen Ausländervertretung (KAV) mit einer internationalen Liste an. Die Wahl findet zeitgleich mit der Kommunalwahl statt. Spitzenkandidat der BFF ist der Deutsch-Iraner Seyed Shahram Iranbomy, gefolgt von der eingebürgerten Deutschchinesin Qing Chen und Ashraf Badea aus Ägypten. Das Hygienekonzept für die Veranstaltung ist vom Gesundheitsamt genehmigt. 75 Tische stehen für die Mitglieder bereit sowie Plätze für die Besucher und Presse, die 100-Personen-Grenze wird nicht überschritten werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare