Bildungsdezernentin Sylvia Weber.
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Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

Das Gallus wächst weiter

Bildungscampus: Im Herzen eine Bibliothek

  • vonGernot Gottwals
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Dezernentin Sylvia Weber stellt heute die Pläne vor. Der Architekturwettbewerb soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Endlich liegt das Konzept für den Bildungscampus Gallus vor: Auf 2,61 Hektar soll ein Komplex aus mehreren einzelnen Einrichtungen entstehen, der für eine Verbindung zwischen dem gewachsenen Stadtteil Gallus und dem neuen Europaviertel sorgt. Heute, 12. Januar, will Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) die Einzelheiten Ortsbeirat 1 vorstellen.

Aula, Bühnen und eine Mensa

Insgesamt 3,25 Millionen Euro stellt der Magistrat am Ende der sogenannten Planungsphase 0 an Mitteln bereit. Daraus soll zwischen Frankenallee und Idsteiner Straße eine offene Bildungslandschaft für alle Bewohner des Galus entstehen. "Aula und Bühnen für Darstellendes Spiel, Mensa und Caféteria sind es, die mit ihren attraktiven Angeboten das Herz des Campus' zum Pulsieren bringen", betont Kristin Friedrich, Projektleiterin bei Engagement im Gallus und Moderatorin der Arbeitsgemeinschaft Bil- dungscampus Gallus.

Zur zeitlichen Umsetzung der Planungen möchte man sich im Baudezernat derzeit noch nicht äußern. "2021 wird der Architektenwettbewerb ausgelobt und 2023 könnte dann nach langen Jahren endlich mit dem Bau begonnen werden", hofft Oliver Strank (SPD); Ortsvorsteher im Ortsbezirk 1.

Zum Bildungscampus gehören die Paul-Hindemith-Schule als sechszügige integrierte Gesamtschule, mit Schulbibliothek und Sporthalle, die Stadtteilbibliothek, außerdem eine eigenständige gymnasiale Oberstufe. Hinzu kommen die Kinderzentren 128, 141 und 47, das Kinderhaus Gallus und das Jugendhaus im Gallus.

Mit dem Leitprojekt Bildungs-campus Gallus nach dem "Integrierten Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030" (ISTEK) sollen die Themen Bildung und Stadtentwicklung zusammengeführt werden, um den Flächenbedarf für Wohnen, Arbeiten und Lernen mit dem Erhalt von Freiflächen zu vereinbaren.

Boxcamp ist auch dabei

Dabei soll das Gesamtareal genutzt werden, um einen attraktiven Bildungstandort für Schüler zu schaffen. Auch die Nutzungsmöglichkeiten sollen ausgeweitet werden: Das Mehrgenerationenhaus möchte interkulturelle Bewegungs- und Kursangebote anbieten; das Boxcamp Gallus Bewegungsangebote und Hausaufgabenbetreuung, das Monikahaus Räumlichkeiten des Bildungscampus für Veranstaltungen und Kursangebote nutzen.

Nachdem das Gallus den Zuschlag für die neue Gymnasiale Oberstufe erhalten hatte, startete im Herbst 2017 die Planungsphase Null zur Entwicklung des Campus. Passend zu Paul Hindemith wählte man das Motto "Wir bauen eine neue Stadt, die soll die allerschönste sein!" seiner gleichnamigen Kinderoper, um die Inhalte abzustimmen und eine sinnvolle geographische Anordnung zu planen.

Das derzeit verfolgte Szenario beschreibt der Abschlussbericht der Planungsphase Null wie folgt: Eine Nord-Süd-Durchwegung des Geländes verläuft schräg über das Grundstück und mündet auf den Lotte-Specht-Park; das Campusherz mit den Bibliotheken dient als zentraler Angelpunkt. Im Altbau kommen die Neue Gymnasiale Oberstufe, das Kreativhaus mit kleinem Anbau für Ausstellungsflächen und Lehrküche sowie eine der bestehenden Turnhallen unter.

Während die Paul-Hindemith-Schule an der Nordkante des Plangebiets an die Sporthallen angelagert ist, befinden sich die Kinderzentren an der südwestlichen Kante des Bildungscampus Gallus und umschließen einen gemeinsamen Freiraum.

Im 2. Obergeschoss ist das Jugendhaus verortet, das über einen eigenen Eingang verfügt. Angelagert ist in räumlicher Nähe zu den Spiel- und Sportangeboten an der Quäkerwiese das Kinderhaus mit einer Turnhalle im Obergeschoss.

Das Jugendhaus, die Turnhalle und das Kinderzentrum 47 mit Eltern-Kind-Treff und Mehrzweckraum teilen sich ein gemeinsames Foyer, der Freiraum der Neuen Gymnasialen Oberstufe öffnet sich zum Lotte-Specht-Park. "Wichtig ist uns, dass wir auch beim Architektenwettbewerb weiter mit unseren Anliegen berücksichtigt werden", betont Friedrich. "Denn während der Großteil der Einrichtungen möglichst offen für alle zugänglich sein sollte, brauchen wir natürlich für die Kindereinrichtungen eine besondere Sicherung durch Zäune."

Zusammenarbeit intensivieren

Friedrich betont, die Zusammenarbeit verlaufe bereits jetzt sehr gut durch gemeinsame Kulturangebote, Lehrerausbildung und Referendariatsaustausch. "Diese Zusammenarbeit gilt es nun weiter zu intensivieren." got

Der Ortsbeirat tagt

Heute, 12. Januar, 19 Uhr,im Plenarsaal im Rathaus Römer. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

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