BLICK IN DIE NACHBARSCHAFT

Ein 18-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Bad Ems, der seit Samstag vermisst war, wurde am Montagmorgen tot in der Nähe der Grillhütte Singhofen aufgefunden.

Ein 18-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Bad Ems, der seit Samstag vermisst war, wurde am Montagmorgen tot in der Nähe der Grillhütte Singhofen aufgefunden. Der junge Mann hatte am Samstag kurz vor Mitternacht zu Fuß eine private Feier an dieser Grillhütte verlassen. Angehörige hatten den Mann am späten Sonntagabend bei der Polizeiinspektion Bad Ems als vermisst gemeldet. Unverzüglich wurden Suchmaßnahmen mit Kräften der Polizei, Feuerwehr und Rettungssuchhunden eingeleitet, die jedoch nicht zum Auffinden des jungen Mannes führten. Die Suchmaßnahmen wurden zunächst am Montagmorgen gegen 5 Uhr ergebnislos abgebrochen. Während der Vorbereitungen auf einen großen Sucheinsatz mit starken Polizei- und Rettungskräften, Rettungshundestaffeln und Polizeihubschrauber wurde der Mann gegen 8.45 Uhr aufgefunden. Eine für Donnerstag angesetzte Obduktion soll Klarheit über die Todesursache bringen. Hinweise auf eine Straftat liegen derzeit nicht vor.

Wegen des Verdachts der Strafvereitelung muss sich eine junge Frau verantworten, die angab, einen Pkw bei einem Verkehrsunfall gesteuert zu haben, offensichtlich um ihren angetrunkenen Freund zu schützen. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein Auto auf der Lahnbrücke gegen das Brückengeländer und ein Verkehrsschild. Nach Zeugenaussagen entfernte sich eine männliche Person, Anfang 20, anschließend unerlaubt mit dem Pkw von der Unfallstelle. Da dieser aber durch den Unfall das vordere Kennzeichen verloren hatte und er von Zeugen erkannt wurde, konnte der Fahrer schnell ermittelt werden. Als eine Streife der Polizei Bad Ems bei diesem vorstellig wurde, gab er an, dass nicht er, sondern seine Freundin das Fahrzeug gefahren habe. Obwohl die Freundin selbst angab, gefahren zu sein, werden diese Angaben als Schutzbehauptung zugunsten ihres Freunds gewertet, da nach den Zeugen eindeutig ein Mann mit dem Pkw von der Unfallstelle weggefahren ist und sich dieser alleine im Fahrzeug befand. Außerdem widersprachen sich beide in der Schilderung des angeblichen Ablaufs. Da bei dem mutmaßlichen Fahrer Atem-alkoholgeruch festgestellt wurde, erfolgte zunächst ein Alkoholtest, welcher einen Wert von 1,43 Promille ergab. Auf der Dienststelle wurde im Anschluss eine Blutentnahme durchgeführt, und der Führerschein des jungen Mannes wurde beschlagnahmt. Der Schaden am Pkw des Unfallverursachers sowie an der Laterne und dem Brückengeländer wird jeweils auf rund 3000 Euro geschätzt. Da die Freundin vehement dabei blieb, sie sei gefahren, wurde gegen sie ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Strafvereitelung eingeleitet.

(nnp)

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