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Bulle und Bär sind Symbole für die Auf- und Abwärtsbewegung an den Börsen.

6. Oktober

Börsenskulptur "Bulle und Bär" wird 30 Jahre alt

Die bekannte Skulptur „Bulle und Bär” auf dem Frankfurter Börsenplatz wird am Samstag 30 Jahre alt. Das Duo, dass das Auf und Ab der Kurse symbolisiert, wurde beim Frankfurter Bildhauer

Die bekannte Skulptur „Bulle und Bär” auf dem Frankfurter Börsenplatz wird am Samstag 30 Jahre alt. Das Duo, dass das Auf und Ab der Kurse symbolisiert, wurde beim Frankfurter Bildhauer Rainer Dachlauer zum 400-jährigen Börsenjubiläum im Jahr 1985 beauftragt. Am 6. Oktober 1988 wurden „Bulle und Bär” dann der Stadt übergeben, wie die Deutsche Börse am Donnerstag mitteilte.

Seither dient die Skulptur nicht nur jährlich zehntausenden Touristen als Fotomotiv, sondern auch Unternehmen beim Börsengang. Bevor die Vorstände die Börsenglocke im Handelsraum läuten, ist ein Foto vor „Bulle und Bär” üblich. Auch aus Börsensendungen im Fernsehen ist die Skulptur bekannt.

Die beiden Tiere stehen weltweit für das Schwanken der Kurse im Handel. Wie Bulle und Bär zu ihren Rollen kamen, ist nicht eindeutig belegt. Vermutlich stammen sie aber aus dem Verhalten der Tiere bei Schaukämpfen, die im 17. Jahrhundert nahe der Londoner Börse stattfanden. Während der Bulle seine Gegner mit den Hörnern aufspießt und nach oben gerichtet angreift, schlägt der Bär mit seinen Tatzen nach unten. Daher steht der Bulle für steigende Kurse und der Bär für fallende. Entsprechend ist von einem Bullenmarkt bei breiten Aktiengewinnen die Rede oder vom Bärenmarkt bei größeren Verlusten.

Das Jahr 1585 gilt als Geburtsstunde der Frankfurter Wertpapierbörse: Damals kamen in der Stadt Messekaufleute zusammen, um fixe Wechselkurse für den Handel festzulegen. Im Deutschen Reich gab es keine einheitliche Währung, bezahlt wurde mit verschiedenen Münzsorten. Das ermöglichte Wucher und Betrug.

(dpa)

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