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Demonstranten protestieren mit Plakaten gegen den ?Zukunft-Rotlicht-Kongress? der ?Rotlicht-Akademie? im Saalbau Gallus. (c) Foto: Rainer Rüffer

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Bordellbetreiber informieren sich im Gallus über Zukunft Rotlicht

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Bordellbetreiber haben sich in der städtischen Immobilie zur Konferenz „Zukunft Rotlicht“ versammelt. Rund 150 Teilnehmer aus ganz Deutschland seien angereist, sagt der Veranstalter Christoph Rohr, Geschäftsführer der Rotlicht-Akademie aus Dornstadt in Baden-Württemberg. Darunter seien auch Mitarbeiter von Gesundheits- und Ordnungsämtern.

Bordellbetreiber haben sich in der städtischen Immobilie zur Konferenz „Zukunft Rotlicht“ versammelt. Rund 150 Teilnehmer aus ganz Deutschland seien angereist, sagt der Veranstalter Christoph Rohr, Geschäftsführer der Rotlicht-Akademie aus Dornstadt in Baden-Württemberg. Darunter seien auch Mitarbeiter von Gesundheits- und Ordnungsämtern.

„Das neue Prostituiertengesetz stellt unsere Branche vor große Herausforderungen, wie reden heute darüber, wie wir die Vorgaben erfüllen können“, erklärt Rohr. Laut dem im Internet veröffentlichten geht es auch um „Steuerproblematiken, Umgang mit den Behörden, Betriebsorganisation, Marketing“. Die Veranstaltung sei „ein Meet & Greet für die Branche, zu dem auch Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und politischen Organisationen erwartet werden.“

Vor dem Saalbau protestieren eine Handvoll Prostitutionsgegner, die aus Stuttgart angereist sind. Sie fordern: „Keine Zukunft dem Rotlicht.“ In das Gebäude hinein dürfen Pressvertreter nur, wenn sie eine Erklärung unterzeichnen, dass Texte und Bilder vor der Veröffentlichung kontrolliert werden. Zur Verfügung gestellt hat den Tagungsort die städtische Wohnungsbausgesellschaft AGB. Deren Chef Frank Junker teilte auf Nachfrage mit: "Nach unseren Erkenntnissen werden in dieser Veranstaltung weder verfassungsfeindliche oder verbotene Handlungen propagiert noch begangen. Die Veranstaltung steht im Einklang mit dem Gesellschaftszweck der Saalbau Betriebsgesellschaft, der ausdrücklich die Bereitstellung von Räumlichkeiten für die unterschiedlichsten Zwecke, Gesellschaftsschichten und Milieus beinhaltet. Eine Bewertung der Inhalte oder Zensur findet durch uns generell nicht statt."

dg

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